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Das verbotene Eden 1

Bild von Jacquy

Inhalt: 2015. Ein mutierter Virus sorgt dafür, dass die Menschen alles was sie am anderen Geschlecht mal anzog, abstoßend finden. 65 Jahre später leben Männer und Frauen getrennt voneinander. Sie haben ein Abkommen, nach dem die Frauen den Männern Lebensmittelabgaben leisten müssen und sie mit Kindern versorgen, wenn sie sich an bestimmte Regeln halten. Als diese Regeln verletzt werden, entführen die Frauen zwei Männer. Einer von ihnen ist David, mit dem die Kriegerin Juna Mitleid hat. Die beiden lernen sich kennen und Juna stellt fest, dass nicht alle Männer von grundauf böse sind. Doch beide Geschlechter drohen mit dem Krieg…

Meinung:
David und Juna lernen sich kennen, als Juna ihn entführt. Die Frauen haben vor, die Männer anzugreifen, und David und ein anderer Mann sollen ihnen bei der Planung helfen. Als sie gefoltert werden, hat Juna Mitleid mit ihnen. Dabei sind doch alle Männer abgrundtief böse. Oder? Sie lernen sich kennen und beschließen, dass die Welt so nicht weiterleben sollte. Aber was können sie schon gegen die anderen Männer und Frauen ausrichten, die jeweils einen Krieg gegen das andere Geschlecht planen?

Seit der mutierte Virus die Männer und Frauen zu Feinden gemacht hat, sind viele Menschen gestorben. Darüber hinaus ging auch noch die ganze Zivilisation kaputt. Die Männer haben sich in die Ruinen einer alten Stadt zurückgezogen, die Frauen haben sich in der Natur ein neues Leben aufgebaut. Durch Autos und automatisierte Waffen haben die Männer einen großen Vorteil gegenüber den Frauen und sind in der Lage, sich regelmäßig Lebensmittel von ihnen zu beschaffen. Elektrizität gibt es nicht mehr und Bücher sind äußerst selten geworden. Nicht mehr viele Menschen können lesen und schreiben und David ist einer von ihnen.

Das Buch ist abwechselnd aus Sicht der Frauen und Männer geschrieben – größtenteils aus der von David und Juna – sodass man beide Lebensweisen kennenlernt.
Beide halten es für unmöglich, dass sich die verschiedenen Geschlechter lieben könnten. Eine Beziehung zwischen Mann und Frau ist für sie unvorstellbar und wird als Sünde oder als pervers angesehen. Auch David und Juna glauben das, doch ihre Einstellung dazu ändert sich.
Insgesamt finde ich es sehr erschreckend, dass sich die Menschen gegenseitig so sehr hassen können, ohne einen richtigen Grund dafür zu haben. Besonders, da das Überleben der Menschheit davon abhängt, dass sie weiterhin einigermaßen in Frieden leben können.

Das Buch ist spannend, da man die ganze Zeit mitfiebert, ob die Liebe zwischen David und Juna eine Chance hat. Außerdem droht ihnen ja immer noch der Krieg und man weiß nie, ob dieser schließlich ausbrechen wird und wenn ja, wer damit anfängt.

Charaktere:

David lebt von klein auf in einem Kloster. Er arbeitet dort in der Bibliothek und restauriert die alten Bücher, die von damals noch übrig sind. Liebesromane wurden verboten, aber trotzdem liest er immer wieder „Romeo & Julia“. Das ist der Grund weshalb er den Gerüchten über die Frauen nicht so recht Glauben schenkt. Er ist ein Einzelgänger, dafür aber sehr klug.

Juna ist temperamentvoll und lässt sich nichts gefallen. Wie die meisten anderen hegt sie einen Hass gegen das andere Geschlecht und bevor sie David trifft ist sie sogar bereit, einen Krieg gegen sie zu führen.

Fazit:
Wieder mal eine Dystopie, diesmal aber mit einem anderen Hintergrund. Ein sehr spannendes Buch, bei dem man die ganze Zeit mitfiebert, was aus den Protagonisten wird.
5/5 Punkten


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