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Candy

Bild von Jacquy

Inhalt: Eigentlich war Joe nur auf dem Weg zum Arzt, als er am Bahnhof Candy traf. Sofort fühlt er sich zu dem hübschen und unbeschwerten Mädchen hingezogen. Mitten im Gespräch taucht plötzlich ein großer, furchterregender Typ auf und Joe muss feststellen, dass Candy Prostituierte und der Mann ihr Zuhälter ist. Dieser macht ihm unmissverständlich klar, was passiert, wenn er Candy noch mal trifft. Er weiß, dass er sie lieber vergessen sollte, doch das kann er nicht.

Meinung:
Dies ist mein drittes Buch von Kevin Brooks und wieder ist es ein Thema, das einen zum nachdenken anregt und einen so schnell nicht mehr loslässt. Ich habe sogar beim Lesen gemerkt, dass meine Gedanken immer wieder abgedriftet sind und ich einzelne Abschnitte noch mal lesen musste, weil ich so abwesend war.

Über die Prostitution selbst erfährt man eigentlich gar nichts. Eher über das Leben „dahinter“. Die Gewalt, die Drogen. Das Leben, das die Mädchen gezwungen sind zu führen.
Das sind eigentlich keine Themen, über die man allzu gut Bescheid wissen möchte, aber trotzdem… ich weiß auch nicht.

Jedenfalls wollte ich immer mehr über Candys Leben wissen, über Joe, über deren „Verbindung“.

Schreibstil:
Die Geschichte ist von Joe nacherzählt. Also nicht nur in der Ich-Form und im Präteritum geschrieben, sondern wirklich nacherzählt. Das Ganze ist schon vorbei und es ist als würde man neben ihm sitzen und er erzählt einem, was passiert ist. Zwischendurch erzählt er, was er jetzt darüber denkt und erläutert, wie und warum er sich damals so gefühlt hat.
Vielleicht ist es das, was einen denken lässt, man selbst wäre die Hauptperson. Kevin Brooks erschafft so authentische Charaktere, dass man sich perfekt in sie hineinversetzen kann.

Charaktere:
Joe ist der Erzähler der Geschichte. Über ihn erfährt man nicht allzu viel. Er scheint weder beliebt, noch unbeliebt zu sein. Er liebt es, Gitarre zu spielen und spielt auch in einer Band, die vielleicht kurz vor dem großen Durchbruch ist. Er ist etwas unsicher (z.B. fragt er sich, ob den Leuten – vor allem Candy – seine neue Mütze gefällt). Aber alles ist vergessen, als er Candy kennen lernt. Sein Leben dreht sich nur noch um sie.

Candy scheint zunächst freundlich, nett und unbeschwert. Sie unterhält sich einfach so mit Joe, macht Witze. Bis Iggy auftaucht. Da wird sie plötzlich ängstlich und unsicher. Es scheint, als hätte sie zwei unterschiedliche Persönlichkeiten. Es gibt die echte Candy, so wie sie ist als sie Joe trifft. Und die Candy, wie sie in Gegenwart von Iggy ist.

Fazit:
Ein Buch das stark zum nachdenken anregt und mich wahrscheinlich noch lange verfolgen wird. Wenn man einmal angefangen hat, muss man auch wissen wie die Geschichte endet.
4,5/5 Punkten


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