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Blackout

Bild von Jacquy

Inhalt: Es ist ein ganz normaler, wenn auch kalter Februartag, als plötzlich in ganz Europa der Strom ausfällt. Alle Verantwortlichen rätseln über die Ursache. Nur der (ehemaliger) italienischer Hacker Piero Manzano erkennt die Ursache – doch die will ihm niemand glauben. Als er sich schließlich doch Erhör verschafft, bekommen das auch die Verantwortlichen mit und versuchen, den Verdacht auf Manzano selbst zu lenken.

Meinung:
Wer meinen Blog regelmäßig liest wird gemerkt haben, dass ich für dieses Buch viel länger gebraucht habe als gewöhnlich.
Das liegt daran, dass es kein Buch ist, das man einfach so am Stück weglesen kann. Zwischendurch wird man mit technischen Fakten zu Stromleitungen, Atomkraftwerken, Computern und IT zu tun haben praktisch bombardiert und – wenn man kein Experte auf diesen Gebieten ist – braucht man einige Zeit, bis man in das Thema reinkommt und alles versteht.
Das ist aber definitiv kein negativer Punkt! Durch diese Informationen hat mir das Lesen nicht weniger Spaß gemacht – im Gegenteil! Ich habe einige Dinge gelernt, die interessant sind und die ich auch später mal gebrauchen könnte (nicht, dass ich vorhätte ein Kernkraftwerk lahm zu legen, aber… ;-)).

Anfangs hat mich der Perspektivenwechsel gestört, der etwa alle 2-10 Seiten stattfindet. Es steht immer darüber, in welcher Stadt sich das gerade abspielt, aber bis man die Verbindung zwischen den Orten und den handelnden Personen erkannt und sich gemerkt hat, braucht man einfach seine Zeit.

Trotz der vielen Sichtweisen ist Piero Manzano ganz klar als Hauptperson erkennbar. Er ist Hacker und früher oft in die Systeme großer Firmen eingedrungen, um sie auf Sicherheitslücken hinzuweisen. Er ist derjenige, der die Sabotage an den Stromzählern, die den ganzen Stromausfall verursacht hat, entdeckt und die Zuständigen darauf hingewiesen hat. Anfangs wird er als nützlicher Verbündeter betrachtet, bis Mails, die von seinem Laptop aus versendet wurden, den Verdacht auf Manzano selbst lenken und er fliehen muss.

Das Buch war von der ersten Seite an spannend. Die Geschichte startet mit einem Autounfall, der von den ausgefallenen Ampeln ausgelöst wurde.
Diese Spannung zieht sich durch die ganze Handlung, da man zu keinem Zeitpunkt wusste, welches Ausmaß die Katastrophe noch haben würde, wer überhaupt dahintersteckt und welches Ziel die Verursacher dabei verfolgen. Was könnte man damit erreichen, wenn man einem ganzen Kontinent die Möglichkeiten nimmt, die Bevölkerung zu versorgen und sie so am Leben zu erhalten?

Es ist wirklich erschreckend, wenn man sich ausmalt, dass uns etwas Ähnliches wirklich passieren könnte. Beim Lesen war ich erstaunt, wie abhängig wir mittlerweile vom Strom geworden sind. Es ist ja nicht nur das Licht, das ohne Elektrizität nicht funktioniert.
Auch Wasserleitungen und Tankstellen funktionieren ohne Pumpen nicht. Das bedeutet wiederum, dass Autos nutzlos geworden sind und man sich nicht einmal die Hände waschen oder die Toilette benutzen kann. Lebensmittelproduktionen laufen auch nicht problemlos weiter und selbst wenn – wer sollte sie ohne Benzin transportieren?
Wir sind in Deutschland an solchen Luxus gewöhnt, dass wir ohne elektrischen Strom total hilflos sind.

Das Buch hat mich total beeindruckt. Zwischendurch dachte ich wirklich, der Strom wäre weg und war dann überrascht, als das Licht dann doch ging. Der Autor schafft es, die Atmosphäre so auf den Leser zu übertragen, dass man sich fühlt, als stecke man mitten im Geschehen. Ich habe mich selbst oft dabei erwischt, wie ich total panisch wurde oder vor Schreck die Luft angehalten habe, bis mir klar wurde, dass das Ganze nur im Buch und nicht in der Realität passiert.
Nach dem Lesen hatte ich den Drang, mir ein Notstromsystem zuzulegen und Wasser- und Lebensmittelvorräte anzulegen.

Fazit:
Ein absolut geniales, spannendes und beeindruckendes Buch, das jeder gelesen haben sollte.
5/5 Punkten


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