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BETA

Bild von Jacquy

Inhalt: Die Insel Demesne ist ein Paradies. Nur die reichsten der reichsten leben dort und damit keiner von ihnen arbeiten muss, erledigen Klone die Arbeit. Klone haben keine Gefühle und keine Wünsche; sie existieren nur um zu dienen.
Elysia ist eine Teen-Beta. Sie gehört zu den ersten geklonten Teenagern und ist noch in der Testphase. Sie scheint perfekt zu sein und ihre Besitzer, die sie zur Unterhaltung gekauft haben, sind überglücklich mit ihr. Doch dann stellt Elysia fest, dass sie sehr wohl Gefühle und Wünsche hat: Sie möchte frei sein.

Meinung:
Elysias Aufgabe ist es, die Kinder der Familie zu unterhalten und die Tochter auf dem College zu „ersetzen“. Obwohl sie jede Menge Zeit mit ihnen verbringt und mit dem Sohn der Familie hart trainiert, damit er zum Militär kann, merkt niemand von ihnen, dass sie anders ist; dass sie „defekt“ ist. Klone, die entgegen der Planung Gefühle haben, gelten als defekt und werden sofort ausgeschaltet. Nach und nach hat Elysia immer mehr das Bedürfnis, eine eigenständige Person zu sein, eigene Entscheidungen zu treffen und ihr eigenes Leben zu leben. Doch wie soll das gehen? Erfährt jemand davon, wird sie sofort getötet.

In den ersten 200 Seiten des Buches geschieht relativ wenig. Größtenteils wird der Alltag Elysias geschildert. Obwohl das nicht uninteressant ist, kommt erst nach etwa der Hälfte des Buches langsam Schwung in die Geschichte, auch wenn sie zu nahezu keinem Zeitpunkt wirklich spannend war.

Elysia ist charakterlich anfangs „perfekt“. Sie ist höflich und handelt nur so, wie es in den Situationen angemessen ist. Mit der Entdeckung ihrer Gefühle verändert sie sich immer mehr. Äußerlich ist sie weiterhin unauffällig, freundlich und zuvorkommend, aber in Wirklichkeit denkt sie über Dinge nach, an die sie, nach Sicht der Menschen, keinesfalls denken sollte.
Auch ihr Verhalten wird dadurch beeinflusst. Als Leser ist man es gewöhnt, schon zu erwarten, was Elysia als nächstes tun wird, da sie nur so handelt, wie es ihr einprogrammiert wurde. Später ändert sich das, wodurch das Buch abwechslungsreicher wird.

Trotz der „fehlenden“ Spannung, hat mir das Buch gut gefallen. Obwohl bspw. Klone in der heutigen Zeit ziemlich undenkbar sind, fiel es mir nicht schwer, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Der Schreibstil ist relativ schlicht und lässt sich leicht lesen, wodurch die Seiten nur so dahinfliegen.

Ich hatte die ganze Zeit über Probleme, mir die Klone vorzustellen, wie Menschen. Dauernd hatte ich solche roboterähnlichen Wesen im Kopf. Das Einzige was die Klone äußerlich von den Menschen unterscheidet sind (wie schon auf dem Cover zu sehen) die fuchsiaroten Augen und die Tattoos. Jeder Klon hat ein Tattoo einer Schwertlilie an einer Schläfe und das einer anderen Blume – je nach Tätigkeit – an der anderen Schläfe. So kann man die Klone leicht von den Menschen unterscheiden.
Die Klone werden erschaffen, indem die Körper von gerade gestorbenen Menschen „nachgebaut“ werden, die Seele geht dabei aber verloren, weshalb die Klone keine Gefühle haben.

Fazit:
Eine Geschichte, die zwar nicht spannend ist, bei der diese Spannung aber auch nicht wirklich fehlt. Das Buch lässt sich leicht lesen und ich merkte gar nicht, wie die Zeit verflog.
4/5 Punkten


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