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Die Welt auf dem Kopf

Bild von SonjaB

Milena Agus erzählt in ihrem neusten Roman „Die Welt auf dem Kopf“ von den persönlichen Verbindungen innerhalb eines Hauses, einem ehemals prächtigen Palazzo in Cagliari. Da ist zunächst einmal die junge Literaturstudentin Alice. Diese hat eine nicht gerade einfache Vergangenheit hinter sich. Ihr Vater brachte sich um, ihre Mutter verfiel daraufhin dem Wahnsinn und dadurch wurde ihre Tante ihr Vormund. Dann gibt es da den alten Signore von oben, den reichen, amerikanischen Violinisten Mr. Johnson. Dieser ist gerade von seiner Frau verlassen worden und er sucht eine Haushälterin. Er fragt Alice, ob sie ihm eine nennen könnte. Die empfiehlt die arme Signora von unten, die zwar herzkrank ist, aber drei Jobs bewältigen muss, um das nötige Kleingeld zum Leben zu verdienen für sich und ihre Tochter Natascha. Und so langsam nach und nach verflechten sich die drei Leben immer mehr. Zwischen Anna und Mr. Johnson bahnt sich etwas an. Und auch Alice fängt an, für den Sohn von Mr. Johnson, der urplötzlich mitsamt seinem Sohn Giovannino einzieht, Gefühle zu entwickeln. Da kommt dann aber auf einmal Mrs. Johnson zurück.

Der Schreibstil von Milena Agus ist leicht und flüssig. Man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Allerdings finde ich es auch recht oberflächlich. Ich konnte mich für keine der kauzigen Gestalten erwärmen. Und gerade Alice, aus deren Sicht das ganze geschildert wird und die einem am nächsten stehen sollte, bleibt sehr farblos. Alles wirkt zudem sehr konstruiert. Es tauchen Probleme auf, die dann auf wundersame Weise sich in Luft auflösen, ohne dass sie wirklich gelöst wurden. Und der Sex spielt mir in dem ganzen Buch eine zu große Rolle und vor allem eine zu männerdominierte. Die einzige Aufgabe der Frau scheint es zu sein, dem Mann zu gefallen - egal wie.

Insgesamt eine nette Urlaubslektüre, wenn man keine großen Ansprüche hat und keinen Wert auf Tiefgang legt. Aber nichts für mich.


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