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Für immer die Seele

Bild von Nadja_13

Für immer die Seele - Cynthia J. Omololu

zum Inhalt:
Die 16-jährige Cole ist in London, als sie zum ersten Mal eine Vision hat. In dieser unglaublich realistischen Vision ist sie eine junge Frau die vor dem Tower von London hingerichtet wird. Als sie wieder zu sich kommt, sieht sie als erstes ein Junge, der sie anscheinend aufgefangen hat, als sie in Ohnmacht gefallen ist. Sieht fühlt irgendwie eine Verbindung zwischen sich und ihm, auch als sie danach noch etwas mit ihm trinken geht. Doch kurz darauf fliegt sie wieder zurück nach San Francisco und erwartet ihn nie wieder zu sehen und auch die Visionen hofft sie in London zurück zu lassen. Doch beide wird sie nicht so schnell los, die Visionen scheinen sogar zuzunehmen und auch der Junge, Griffon, lässt sie nicht so schnell los. Sie trifft ihn in San Francisco wieder, denn wie sich herausstellt wohnt auch er dort. Ausserdem erfährt sie, dass er weiss was es mit ihren Visionen auf sich hat...

meine Meinung:
Für immer die Seele hat mich leider ein bisschen enttäuscht. Der Start in die Geschichte verlief für mich eigentlich noch ziemlich gut. Ich fand Cole eigentlich sofort sympathisch, auch wenn ich mit dem Namen anfangs noch ein bisschen Probleme hatte, da ich zuerst immer an einen Jungen gedacht habe, doch leider hatte ich das Gefühl sie sei noch ein bisschen unnahbar. Dafür haben mich die Visionen, die Cole hat, sofort gefesselt und ich war begierig darauf weiter zu lesen, immer in der Hoffnung auf möglichst viele weitere Visionen. Diese haben mir auch weiter sehr gut gefallen, was ich von der restlichen Geschichte leider nicht unbedingt behaupten kann.

Aber erst mal der Reihe nach, obschon die Geschichte mich eigentlich schnell gepackt hat, konnte sie mich auf längere Zeit gesehen leider nicht wirklich fesseln. Das lag vor allem daran, dass nachdem Cole zurück in San Francisco ist zuerst lange nichts wirklich Spannendes geschieht. Die Geschichte war nicht gerade langweilig, denn die Visionen fand ich noch immer sehr interessant und auch das Geheimnis, was nun genau hinter Coles Visionen steckt, hat mich zum Weiterlesen animiert. Doch lange ist das einzige worum die Geschichte sich dreht die Beziehung zwischen Cole und Griffon.
Und leider war diese Beziehung nicht was mich an dem Buch interessierte. Cole und Griffon haben sich ausserdem oftmals ziemlich unbeholfen angestellt und was ich anfangs noch süss fand, wurde mit der Zeit leider einfach nur noch ziemlich nervig. Ausserdem gab es zum Beispiel so eine Szene in der Griffon Cole allen ernstes zu erklären versucht, er könne nicht mit ihr zusammen sein, weil er sich an seine vorherigen Leben erinnern kann und deshalb irgendwie viel zu alt sei für sie. Tja, blöd nur dass auch Cole anfängt sich an ihre früheren Leben zu erinnern, das ist es ja eigentlich was die beiden verbindet.
Egal, jedenfalls entwickelt sich Cole dann leider im Verlaufe dieser Ereignisse in ein total eifersüchtiges kleines Mädchen, welches wirklich ständig von Selbstzweifeln gequält wird. Ja, sie wurde mir leider immer unsympathischer, auch wenn ihr Charakter eigentlich ziemlich interessant gewesen wäre, denn sie ist ein echtes Cello-Wunderkind. Obschon auch dies führt bei ihr zu Selbstzweifeln, als sie erfährt, dass sie das Talent so zu sagen aus einem ihrer früheren Leben geerbt hat, denn irgendwie fühlt sie sich dadurch als Betrügerin oder so etwas in der Art.
Jedenfalls konnte ich auch mit Griffon, der leider einmal mehr der viel zu perfekte männliche Protagonist war, nicht wirklich warm werden. Teilweise hat auch er sich echt merkwürdig verhalten und auf total geheimnisvoll gemacht und dann sollte Cole ihm natürlich trotzdem sofort jedes Wort glauben, dass er sagt.

Wie schon gesagt, war leider auch die Geschichte oftmals nicht so spannend wie erhofft und besonders die Erklärung, was hinter Coles Visionen steckt, war für meinen Geschmack leider wirklich zu schlecht ausgearbeitet. Eigentlich erfährt man nur das Cole ein Akhet ist, was ein Mensch ist, der sich an seine früheren Leben erinnern kann. Diese scheinen relativ häufig zu sein, jedenfalls was die wichtigen Menschen auf dieser Welt angeht, denn anscheinend sind sie dadurch, dass sie sich an ihre früheren Leben erinnern können, so eine Art Supergenies und sollen deshalb die Welt retten. So hat zum Beispiel Griffon unter anderem ein fotografisches Gedächtnis und arbeitet daran einen Weg zu finden den Klimawandel zu stoppen. Tja, doch dann gibt es natürlich auch noch die Bösewichte und das sind die Rächer, sie können sich auch an ihre früheren Leben erinnern, doch anstatt die Welt zu retten, wollen sie Unheil und Chaos bringen, oder zumindest so etwas in der Art.
Ich hätte von der tollen Idee mit der Wiedergeburt und das sich Cole an ihre früheren Leben erinnern kann irgendwie mehr erwartet. Das einzige was mir wirklich gefallen hat an der Umsetzung waren die Visionen, alles andere, also die Geschichte mit den Akheten und den Rächern, fand ich irgendwie zu übertrieben aufgezogen und nicht wirklich so toll durchdacht.

Nun ich weiss, meine Rezension hört sich schön ziemlich negativ an, dabei fand ich das Buch eigentlich gar nicht schlecht. Es ist nur so, dass ich ziemlich enttäuscht war. Die Geschichte wurde eigentlich gegen Ende des Buches noch ziemlich spannend und hat sogar noch eine, mehr oder weniger, unerwartete Wendung genommen. Ausserdem finde ich die Idee hinter dem ganzen, wie schon erwähnt, noch immer wirklich toll und die Geschichte hat dadurch auch etwas Besonderes. Auch die Visionen fand ich, wie sogar schon mehrmals erwähnt, echt interessant. Schlussendlich war es nicht so, dass ich die Geschichte nicht gerne gelesen habe und ich denke andere, besonders auch jüngere Leser, stören sich vielleicht nicht so sehr an meinen Kritikpunkten.

Als letztes noch kurz etwas zum Cover und zum Titel. Ich mag das Cover wirklich sehr, besonders wegen den bunten Schmetterlingen. Allerdings haben die wiederum nicht wirklich Zusammenhang mit der Geschichte, was ich aber bei schönen Covers eigentlich gar nicht so schlimm finde. Jedenfalls hebt sich das Cover von anderen ab und hat etwas schön verträumtes, was mir sehr gefällt. Den Titel finde ich auch sehr schön und er passt schon auch zur Geschichte, da es in dem Buch ja um Wiedergeburt geht und die Seele natürlich durch die ganzen vielen Leben immer bleibt.

Fazit:
Eine Geschichte mit einer tollen Grundidee, jedoch wurde sehr viel Potenzial verschenkt und statt einer einzigartigen Geschichte gibt es leider ziemlich viele Klischees und eine Hauptcharaktere mit der ich leider gar nicht warm wurde. So richtige weiterempfehlen kann ich das Buch nicht, allenfalls an etwas jüngere Leser, die in dem Genre noch nicht allzu vorbelastet sind. Dennoch habe ich Hoffnung für einen zweiten Teil, da man aus der Idee, wie schon gesagt, eigentlich echt viel machen könnte.

5,5*

Buchinfos:
Titel: Für immer die Seele
Autor: Cynthia J. Omololu
Verlag: Dressler Verlag
Erschienen: 23. Januar 2013
Seitenzahl: 381 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Die US-amerikanische Jugendbuchautorin Cynthia J. Omololu wurde in New Jersey geboren und ist in der kalifornischen Stadt San Diego als Cynthia Jayne aufgewachsen, wo sie auch heute noch lebt. Bereits in ihrer Kindheit entdeckte sie ihre Liebe zur Literatur.
Im Anschluss an ihren Highschool-Abschluss absolvierte sie ein Englischstudium an der Universität von Santa Barbara und verbrachte ein Auslandsjahr in Schottland. Nach ihrer Absolvierung arbeitete sie in der Marketingabteilung einer Wochenzeitung in San Francisco, wo sie auch ihren späteren Ehemann traf. Den nigerianischen Wurzeln ihres Mannes hat sie auch ihren heutigen Nachnamen Omololu mit den vielen Vokalen zu verdanken. Nach der Geburt ihrer Kinder hat Cynthia gemerkt, dass sie eine Menge spannender Geschichten zu erzählen hat und begann, sich auf ihre Schriftstellertätigkeit zu konzentrieren. Im Februar 2013 erscheint mit "Für immer die Seele" ihr erstes Jugendbuch, das gleichzeitig den Auftakt einer Trilogie bildet.


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