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Cocoon: DIe Lichtfängerin

Bild von Ina Vainohullu

Arras ist eine kalte Welt, in der die Menschen keinerlei Selbstbestimmung mehr haben.
Alles wird kontrolliert und von der Gilde der Zwölf überwacht.
Nur die Mädchen, die die Gabe des Webens beherrschen, genießen das Privileg als Webjungfer in einem der Konvents, in Luxus und Überfluss zu leben.
Doch auch dort ist nichts umsonst und nichts ist wie es scheint....

Seit ihrem achten Lebensjahr weiß Adelice das sie die Kunst des Webens beherrscht. Doch mit Hilfe ihrer Eltern lernt sie dies zu vertuschen. Als sie mit sechzehn zu den Prüfungen geschickt wird, unterläuft ihr trotz den jahrelangen Übungen, ihr Talent zu vertuschen, ein kleiner Fehler, der ihre ganze Welt ins Wanken bringt und ihr Schicksal scheinbar besiegelt.

Man schickt sie in den Konvent des Westens.

Doch dort erkennt Adelice schnell, das sich hinter all den vermeintlichen Privilegien nichts anderes befindet, als ein goldener Käfig, aus dem es kein Entkommen gibt. Man erwartet von Adelice das sie sich anpasst und dem Willen der Gilde beugt. Sie soll lernen, im Gewebe von Arras, Schicksalsfäden zu verweben und einzelne Fäden daraus zu entfernen. Doch jeder Faden steht für einen Menschen und ein Leben. Als sie sich zunehmend ihrer Aufgaben widersetzt zieht das harte Strafen durch ihre Vorgesetzte Maela nach sich, da diese ohnehin ein offensichtliches Problem mit Adelice hat. Einzig der Botschafter Cormac scheint ihr wohlgesinnt, doch der Schein trügt, denn Cormac hat ein gewaltiges Druckmittel gegen Adelice in der Hand.
Beginnt sie nicht sich anzupassen und zu tun, was man von ihr verlangt, wird er dafür sorgen, das der Faden ihrer Schwester Amie, aus dem Gewebe entfernt wird.

Trotz dieser Drohungen rebelliert Adelice weiter ,denn sie weiß das die Gilde auf ihre speziellen Fähigkeiten angewiesen ist. Und so stellt sie sich gegen das System und kämpft für ihre Freiheit.
Doch sie kämpft nicht allein und bald schon beginnt sie die Fäden des goldenen Käfigs zu zerreißen.

Meinung:

Ich bin mit keinerlei Erwartungen an das Buch rangegangen, weil es momentan einfach viel zu viele Bücher gibt, die entweder hochgelobt werden und dann total schlecht oder langweilig sind, oder aber die Bücher werden "verteufelt" und man ist nachdem man sie gelesen hat, restlos begeistert.

Deshalb freue ich mich sagen zu können, das mir das Buch trotz einiger Schwächen sehr gefallen hat und ich mich in jedem Fall auf die Fortsetzung freue.
Das Konzept mit all den Überwachungen und der Kontrolle war zwar nichts Neues, aber Gennifer Albin hat durch diese ganze "Faden- und Gewebegeschichte" eine ganz eigene neuartige Idee eingesponnen. Und auch die Dreiecksgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten mit denen man sich gut identifizieren kann, ist in der Geschichte gelungen verwoben und sorgt für zusätzliche Spannung.

Anfangs habe ich mir beim Lesen zwar etwas schwer getan, da die Sache mit dem Weben dann doch sehr komplex ist und man sich das bildlich nur schwer vorstellen kann, doch ab der Hälfte liest sich das Buch zügig weg. Die Geschichte legt an Spannung zu und die Konflikte werden dramatischer.

Allerdings erschließt sich mir die ein oder andere Handlung der Protagonisten noch nicht so wirklich und das Ende kommt leider viel zu schnell und hinterlässt bei mir einen etwas bitteren Beigeschmack. Aber ich denke, das genau das von der Autorin beabsichtigt war. Denn das Ende lässt viel Stoff für die beiden Folgebände übrig und der Leser hat jetzt jede Menge Zeit zum wilden Spekulieren, wie die Geschichte wohl weitergeht.

Fazit:

Bewährtes Konzept mit neuer Idee, gute Umsetzung mit kleinen Schwächen.
Macht in jedem Fall Lust auf mehr.


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