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Schmetterling aus Staub

Bild von Ina Vainohullu

Nach einer tödlichen Infektionswelle, die einen Großteil der Menschen in Deutschland das Leben gekostet hat, erhob sich ein Mann über alle anderen Menschen ! Caesar, Herrscher über Alemania, der sich selbst gern in glänzendem Licht sieht und sein Volk in vier Kategorien unterteilt:

Macht, Ehrgeiz, Harmonie und Risiko.

Jedes Kind, das das Achte Lebensjahr erreicht muss sich einer Selektion unterziehen, die über sein künftiges Leben entscheidet und bestimmt zu welcher Kategorie es fortan gehört und wo es leben darf.

Auch Mika muss sich diesem Test unterziehen und sie weiß das nur eine falsche Antwort ihr Leben für immer verändern kann.

Doch sie hat Glück und im Gegensatz zu anderen Kindern die auf grausame Weise von ihren Familien getrennt werden, darf Mika, Dank einer kleinen List, bei ihren Eltern in Seelenheide, wo immer die Sonne scheint, die Menschen glücklich und zufrieden sind und alles beständig wächst und gedeiht, bleiben und als Harmoniemensch aufwachsen.

8 Jahre später:

Mika weiß das sie mit ihrem Leben zufrieden sein sollte, und doch spürt sie innerlich, das sie sich nicht für immer mit einem Leben in Harmonie abfinden kann. Sie will tun was SIE möchte und nicht nur das was ihr vorgegeben wird. Sie beginnt zu trotzen und als eines Abends ein junger Mann auf der Mauer in ihrem Garten sitzt und behauptet ein entbüchster "Risiko" zu sein, der den Plan hat gegen Caesar's System zu rebellieren, nimmt das Chaos seinen Lauf und Mika schlittert in das Abenteuer ihres Lebens...

Meinung:
Das eher schlicht gehaltene Cover ist wunderschön und durch den blau glänzenden Schmetterling der sich vom matten Hintergrund abhebt ein echter Eyecatcher. Wie schon bei anderen Büchern aus der "Herzklopfen-Fantasy" Reihe vom Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, fühlt sich auch bei "Schmetterling aus Staub" das Cover sehr samtig an. Dies finde ich persönlich sehr genial, da man sowas wirklich nicht oft hat und es die Reihe einzigartig macht.

Die dystopische Geschichte, die überraschenderweise kein Reihen-Auftakt, sondern ein in sich geschlossener Roman ist, wird in der Ich-Form von Hauptprotagonistin Mika erzählt, die ich sehr sympathisch, wenngleich auch etwas naiv finde. Dies liegt vorallem daran, das die Harmoniemenschen in Alemania nicht gerade mit Wissen gefüttert werden.

Zusammen mit Aaron, Janna und Finn bildet Mika ein buntes Grüppchen aus komplett unterschiedlichen Charakteren, die mehr oder weniger das gleiche Ziel verfolgen. Während Mika eher etwas unbedarft und zurückhaltend erscheint, erleben wir eine vor Selbstbewusstsein strotzende Janna, die ganz furchtbar oft über das Ziel hinausschießt und schon beinahe grausam rüberkommt. Es gab Passagen, da habe ich sie wirklich aus ganzem Herzen gehasst. Aaron scheint zunächst der klassische Anführer-Typ zu sein, allerdings finde ich das er sich im Gegensatz zu den anderen Charakteren nicht wirklich weiterentwickelt hat. Und Finn: Der klassische Nerd, den man aber einfach gern haben muss.

Im Verlauf der Geschichte wachsen die Figuren immer wieder über sich hinaus, lernen dazu, drehen und wenden, verändern sich. Die Vier merken schnell das der eine ohne den anderen nicht überleben kann und das man gegen eine höhere Macht nur dann etwas ausrichten kann, wenn man zusammenhält.

Anna Palm erzählt in flottem Tempo, sehr wortgewandt und anschaulich.

Spannung kommt allerdings erst gegen Ende auf und flacht auch recht zügig wieder ab

Ein weiterer ganz klarer Kritikpunkt ist die fehlende Tiefe an manchen Stellen. Viele Ereignisse erscheinen mir einfach zu oberflächlich, werden nicht näher erläutert und das Ende konnte mich nicht vollständig überzeugen.

Dennoch hat mich die noch sehr junge Autorin Anna Palm mit ihrem Buch sehr gut unterhalten und konnte mich mit ihrer Idee und ihrer Umsetzung durchaus an vielen Stellen in ihren Bann ziehen.


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