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Meeresschatten

Bild von Ina Vainohullu

Silver Glen, ein beschaulicher kleiner Ort an der englischen Küste, den Jo mit vielen wunderschönen Kindheitserinnerungen verbindet, wird ihre neue Heimat. Während es ihre Familie ins aufregende London zieht, bleibt Jo am Meer ,das eine beinahe magische Wirkung auf sie hat.
Als Jo den Nachmittag mit ihren Freundinnen am Strand verbringt, entdeckt sie eine Gestalt die an der steilen unzugänglichen Felswand entlang klettert. Beim zweiten Blick jedoch ist die Gestalt verschwunden und Jo macht sich Sorgen, das sie vielleicht abgestürzt sein könnte. Doch ihre Freundinnen versuchen sie zu beruhigen, denn außer Jo hat niemand etwas Merkwürdiges gesehen. Als der Unbekannte einige Tage später erneut ihren Weg kreuzt, sich jedoch nicht wirklich zu erkennen gibt, macht sie sich auf die Suche nach ihrem "Phantom". Als er ihr eines Tages in einem dunklen Gang auflauert und sie eindringlich davor warnt, sich von den Klippen fernzuhalten, schürt das ihre Neugier nur noch weiter an, denn zeitgleich passieren immer wieder verwirrende mysteriöse Dinge auf die sich Jo einfach keinen Reim machen kann. Ist ihr Phantom der Einbrecher, der ihre Sachen durchwühlt hat ? Woher kommt der junge Mann mit den wunderschönen türkisfarbenen Augen und was will er von ihr ? Und was hat das Meer mit alldem zu tun ?

Meinung:

Auf den ersten Blick wirkt das Cover sehr schlicht. Doch sobald man das Buch in die Hand nimmt, merkt man wie anders es ist. Die Oberfläche ist, denke ich, gummiert, und fühlt sich dadurch an, als wäre sie mit einem samt-artigen Stoff überzogen. An den Kanten schimmern fein geschwungene Ornamente und der glänzende Buchtitel setzt sich farblich vom Rest des Covers gut ab. Doch damit nicht genug. Jedes Kapitel beginnt mit einer individuellen Schwarz-Weiß-Fotografie die das Meer bzw. den Strand zeigt. Die Gestaltung ist wirklich großartig. Rein optisch ist es das schönste Buch das ich seit langem gesehen habe.

Die Idee mit den Meereswesen ist zwar durchaus gut, aber die Umsetzung hat mich nicht umgehauen.
Es gibt für meinen Geschmack viel zu viele Charaktere die im Verlauf der Geschichte zunehmend verblassen und irgendwann als grauer Nebel am Rande herumdümpeln, was ich sehr schade fand, denn einige von ihnen wären durchaus interessante Persönlichkeiten gewesen, über die man gerne noch mehr erfahren hätte.
Auch gibt es viele Verwirrungen und Ereignisse die für mich nicht zureichend aufgeklärt/erklärt wurden.
Spannende Momente waren eher dünn gesät und der Zauber, den eine Fantasygeschichte wenigstens im Ansatz mit sich bringen sollte, hat mir hier leider gefehlt. Sehr schade :(

Ich fand das Buch keineswegs schlecht, es war nur schlichtweg einfach nicht das was ich erwartet hatte.

Fazit:

Wer auf eine solide erzählte Jugend-Liebesgeschichte hofft, der ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient und kommt auf seine Kosten, mich konnte das Buch leider nicht wirklich mitreißen.


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