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Zwischen Ewig und Jetzt

Bild von Ina Vainohullu

Mit dem Tod ihres Vaters, hat die 16-jährige Julia alles verloren:
Ihre Freunde, ihr Zuhause und ihr sorgenfreies Leben.
Gemeinsam mit ihrer Mutter fängt sie in einer neuen Stadt noch einmal ganz von vorne an.

An der neuen Schule findet sie schnell Anschluss in der Clique um den smarten Felix. Doch um mit den reichen Kids mithalten zu können muss sie aus ihren finanziellen Verhältnisse ein Geheimnis machen und so verstrickt sie sich schnell in ein Netz aus Lügen.

Auch der Außenseiter Niki hat einiges zu verbergen und Julias Freunde raten ihr sich besser von dem "Spinner" fern zu halten. Doch als er sie anspricht und ihr eine Botschaft ihres Großvaters überbringt, kann sie ihn nicht länger ignorieren. Denn: Ihr Großvater ist tot....

Meinung:
Das Cover ist so herrlich dunkelromantisch, das ich mich sofort in das Buch verliebt habe. Nicht nur durch die Skurrilität des vergrabenen Skeletts, sondern auch durch den sich farblich absetzenden Titel und die Rosen, fällt das Buch direkt ins Auge.

Durch den flüssigen, modernen Schreibstil der Autorin gelingt der Einstieg in die Geschichte recht zügig. Erzählt wird ausschließlich aus Julias Sicht, was ich sehr schade fand, denn so bleiben Nikis Zwiegespräche mit den Toten leider sehr einseitig. Da diese ihn ja aber immer verfolgen, wäre es schön gewesen, das ein oder andere Gespräch aus seiner Sicht erleben zu können.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und wirken auf mich sehr authentisch. Niki und Felix stehen im krassen Gegensatz zueinander und man kann Julias widersprüchliche Gefühle durchaus nachvollziehen, auch wenn ich ganz klar Niki bevorzugen würde. Ihn umgibt eine rätselhafte, dunkle Aura.
Die beiden Jungs sind wohl am besten als "Licht und Dunkel" zu beschreiben.

Auch die Nebencharaktere sind sehr facettenreich gezeichnet, was mir sehr gut gefallen hat, denn oft bewegen sich diese ja eher am Rande, dies ist hier nicht der Fall. Mein Favorit unter den Charakteren ist ganz klar Herr Galanis, der griechische Bestatter.

Die Idee, eine klassische Dreiecksgeschichte mit übernatürlichen Elementen zu verweben ist keineswegs neu, wurde hier aber toll umgesetzt. So erwartet den Leser also nicht nur jede Menge Gefühlschaos, sondern auch eine allgegenwärtige Spannung vermischt mit einer ordentlichen Portion Grusel und gewürzt mit einer kräftigen Prise Humor.

Natürlich gibt es auch Punkte die mir nicht so gut gefallen haben.
So empfand ich beispielweise das Motiv des Bösewichts etwas zu platt und vorhersehbar.
Julias Gefühle sind oft zu sprunghaft und auch wenn sie das als Teenager sehr authentisch erscheinen lässt, so hat es mich schon gestört das sie, wenn auch nur durch lediglich angedeutete Szenen, direkt mit jedem der beiden Jungs in der Kiste landet.

Fazit:

Eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Tod und Wahrheit, die den Leser mitreißt, aber auch durchaus noch Luft nach oben hat.


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