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Junimond

Bild von Ina Vainohullu

"Junimond" erzählt die Geschichte dreier Jugendlicher die sich bereits seit Kindertagen kennen und ihr bisheriges Leben miteinander verbracht haben. Ares, Nick und Olivia sind unzertrennlich und ein eingeschworenes Team, das sich auch ohne große Worte versteht. Doch irgendwas hat sich verändert. Während Ares darauf hofft bald unverhofft seiner großen Liebe zu begegnen und davon träumt ein guter Gitarrist zu werden, merkt Nick das Olivia die Frau seines Lebens sein könnte und Olivia hat zum ersten Mal in ihrem Leben ein Geheimnis das sie den Jungs nicht anvertrauen kann.
Als ihnen ihr Lehrer die neue Schülerin Stella für ihr Filmprojekt zuteilt, das sich um die Gegend in der die Kids wohnen drehen soll, sind sie erst wenig begeistert, waren sie doch in der Vergangenheit immer unter sich und sein bestes Team.Und auch Stella ist nicht gerade scharf auf die Zusammenarbeit mit den drei Kids aus der "versnobten" Nachbarschaft. Doch recht schnell wird aus Misstrauen Freundschaft und aus Freundschaft wird Liebe, nicht jedoch ohne eine Menge Missverständnisse und Komplikationen...

Meinung:

Das Cover ist großartig, ganz schlicht und durch den Sonnenuntergang und das Pusteblümchen doch irgendwie spektakulär. Es vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Sommer und genau deshalb passt es so wunderbar zum Inhalt :)

Katrin Bongard schreibt wie gewohnt "echt" und diesmal aus verschiedenen Blickwinkeln. Da wird nix beschönigt oder unnötig verschnörkelt, sondern jedes Wort kommt gerade raus und das macht ihren Schreibstil so erfrischend schön und herrlich flüssig. Egal, welches ihrer Bücher ich bisher gelesen habe, sie sind alle fesselnd, jedes auf seine ganz eigene Art.

Was mir an "Junimond" gut gefällt ist der Mix an Komponenten.
Es geht um Liebe, Freundschaft, Vertrauen. Aber es geht ebenso um Film, Musik und Geschichte. Die Mischung ist genial und der Plot fast perfekt ausgearbeitet.

Außer guter Unterhaltung wird dem Leser in diesem "All-Ager" auch einiges an Hintergrundwissen über die deutsche Filmgeschichte der Nazizeit geboten, was ich echt interessant fand, denn das ist ein Thema das in den Geschichtsstunden eher weniger Platz findet.

Die Geschichte ist total aus dem Leben gegriffen, die Charaktere auch. Es gibt sie wirklich die Frau Dohms mit ihrer Demenz, die verliebten Nick's, die Stella's die den Jungs den Kopf verdrehen, die Lehrer wie Herrn Müller-Stein, die ihren Schülern einiges abverlangen und die exzentrischen Mütter mit Hang zur Dramatik. Man kann sich prima mit der ein oder anderen Figur identifizieren und fühlt sich bei manch einer Stelle ein bisschen in die eigene Vergangenheit zurückversetzt !!!

Ein weiterer ganz großer Pluspunkt für mich als Nicht-nur-Buch-sondern-auch-Film-Fan sind die Filmzitate zu Beginn eines jeden Kapitels.

Aber, leider leider gibts auch einen Kritikpunkt. So fand ich das Ende zwar in sich stimmig, aber es kam recht schnell und etwas abgehackt. Auch wenn ich das letzte Kapitel, das aus einem neuen Blickwinkel erzählt wird ehrlich toll fand, hätte ich mir vielleicht noch ein Kapitel mehr gewünscht, in dem ich erfahre, was aus Nick's Sache geworden ist ?!

Fazit:

Ein wunderbares, sommerlich leichtes Buch über Gefühle, Freundschaft und die erste große Liebe.


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