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Charles Dickens, Oliver Twist

Bild von kiwii.chaotic

Allgemeines
Titel: Oliver Twist
Autor: Charles Dickens
Seitenzahl: 435
Verlag: Carl Ueberreuter

CoverCover

Oliver Twist hatte wahrlich keinen leichten Start ins Leben. Er wurde unter widrigen Umständen in ein und derselben Nacht in dem Armenhaus eines kleinen Städtchens geboren und zum Waisen. Die Jahre seiner frühen Kindheit verbrachte er in eben diesem, bis der grausame und hartherzige Mr. Bumble beschloss, es wäre an der Zeit, dass Oliver der Gemeinde nutzen und sich nicht nur auf ihre Kosten „durchfressen“ sollte.
So kam er zu seinem Lehrmeister Sowerberry und dessen grausamen Eheweib. Als die Ungerechtigkeiten sein Herz allzu schwer machten, floh der junge Oliver Twist mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach London…

Auch wenn es anfangs schwierig war, in die Geschichte hineinzukommen – vor allem aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils – wurde sie mit jeder Seite mitreißender. Charles Dickens bleibt als Erzähler nicht nur im Hintergrund und versteht es, seine Charaktere ohne viel Aufsehen und überflüssige Beschreibungen lebendig werden zu lassen. Jeder kennt die Namen Charles Dickens und Oliver Twist. Auch ich kannte sie schon lange – und doch war ich nicht auf dieses Abenteuer vorbereitet.

Oliver stand am Morgen viel fröhlicher auf und ging mit größerer Lust an seine gewöhnliche Beschäftigung als sonst. Er pflückte die schönsten Blumen des Feldes, um Rosa eine Freude zu bereiten. Die Melancholie, die von ihm Besitz genommen hatte, war wie durch Zauberei verschwunden. Der Tau schien ihm blendender im Grase zu funkeln und der Himmel im herrlichen Blau zu leuchten. Solchen Einfluss übt unsere Stimmung auf Außendinge. Die Menschen, die in der Natur und an ihren Nächsten alles trübe und düster sehen, haben Recht; aber diese dunklen Farben sind nur der Widerschein ihrer kranken Seele.


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