Gerlis Zillgens
... über Gerlis Zillgens
Alter: alt genug, um Geschichten für junge Menschen zu schreiben, jung genug, um Geschichten für junge Menschen zu schreiben.
Größe: ein bisschen zu klein
Gewicht: genau richtig
Schuhgröße: passend zur Größe, gibt’s noch in der Kinderabteilung
Haare: wachsen
Haarfarbe: wechselt
Kleidung: wie Haarfarbe
Hobbys: alles, was Spaß macht
Lieblingsmusik: alles, wozu ich tanzen kann
Lieblingsbücher: die, die ich noch nicht gelesen habe
Lieblingsfilme: die, bei denen ich lachen, weinen oder zittern muss
Lieblingsserien: die, bei denen ich auch bei hundertsten Folge, lachen, weinen oder zittern muss.
Hi an alle CKK-Leserinnen und Leser,
immer wenn ich Leserinnen oder Lesern meiner CKK-Romane und Geschichten begegne, zum Beispiel auf Lesungen, kommt eine Frage garantiert: „Haben Sie das alles erlebt, oder ist das alles erfunden?“ Und die Antwort ist: weder noch. Und genauso könnte sie auch heißen: sowohl als auch. Die Geschichten denke ich mir aus. Die Figuren in den Romanen und Kurzgeschichten, die erfinde ich. Aber was ich natürlich erlebt habe, sind viele der Gefühle, die Marie oder Sara oder Pia haben. Ich war schon glücklich verliebt. Und ich war schon unglücklich verliebt. Ich habe mich über doofe Lehrer geärgert. Ich habe mich über tollen Unterricht gefreut. Ich war schrecklich wütend über Verbote meiner Eltern. Und dann hab ich sie doch wieder total lieb gehabt.
Oft ist es auch so, dass irgendetwas, was mir Spaß macht, auch den Figuren in meinen Geschichten Spaß macht. Zum Beispiel spielt ein Großteil der Geschichte in „Ein Kuss zu viel“ auf der Kanareninsel Fuerteventura. Da war ich oft, und ich kenne die Insel ziemlich gut, deswegen habe ich Sophie mit ihrem Vater dahin reisen lassen. Und in „Sommernachtsträume“ steht die Aufführung eines Theaterstücks im Mittelpunkt des Geschehens. Ich habe selbst lange Theater gespielt und so natürlich einige Erfahrungen was Proben, Aufführungen und Lampenfieber betrifft.
Oft werde ich auch gefragt, ob ich die jeweilige Geschichte schon vollständig kenne, bevor ich sie schreibe. Es gibt Autoren, bei denen das so ist. Bei mir ist es aber so, dass ich, bevor ich anfange zu schreiben, nur eine ungefähre Vorstellung davon habe, was in der Geschichte passieren soll. Ich weiß, wie die Grundsituation ist, ich kenne den Anfang, und ich glaube, den Schluss zu kennen. Aber dann kommen mir meine Figuren doch oft dazwischen. Wie es auch im realen Leben oft vorkommt. Es wird nicht alles so, wie man es sich ausgedacht hat, wie man es sich wünscht.
Da will einfach der Junge, den ich für meine Hauptfigur vorgesehen habe, einfach nicht mit ihr zusammen kommen. Er weigert sich sozusagen beim Schreiben, das zu tun, was ich mir für ihn wünsche. Manchmal muss ich mir dann eine andere Wendung ausdenken, oder vielleicht sogar einen anderen Jungen.
Tja, wenn das im realen Leben auch so einfach wäre ...