Cosmo Hill - ein gutes Buch für Zwischendrin!

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"Ein rasantes Abenteuer, das Erwachsenen genauso gefallen wird wie Jugendlichen." Telegraph

"Schnelle Techno-Fantasy - Colfer lässt seine Erzählungen in einem sagenhaften Tempo ablaufen." Guardian

Du suchst mal wieder ein spannendes Fantasy-Buch mit Unterdrückung, Kampf und Intrigen, in dem aber auch Liebe und Witz nicht zu kurz kommen?
Dann solltest du dir dieses Buch einmal genauer ansehen!

Vollständiger Titel: Cosmo Hill - Der Supernaturalist
Autor: Eoin Colfer

Buchrückentext:
In der Zukunftsmetropole Satellite City herrschen Gewalt und Anarchie, rücksichtslos beuten Konzerne die Menschen aus. Allein die Jugendbande der »Supernaturalisten« kämpft noch um eine menschlichere Welt. Die Gegner scheinen übermächtig, ihre technischen Möglichkeiten unbegrenzt - doch es fehlt ihnen an Fantasie. Cosmo Hill und seinen Freunden bleibt nur eine winzige Chance.

Klappentext:
Bei seiner Flucht aus einem Hochsicherheits-Lager für Waisenkinder, wo Firmen ihre neuen Produkte an jungen Menschen testen, wird der 14-jährige Cosmo Hill schwer verletzt. Als er aufwacht, sieht er voller Erstaunen eine blaue Gestalt auf seiner Brust sitzen. Es ist, wie er später erfährt, ein Parasit, der Sterbenden die letzte Kraft aussaugt. Weil Cosmo die Fähigkeit besitzt, solche Wesen zu sehen, wird er Mitglied der »Supernaturalisten«, einer Jugendbande, die gegen die Parasiten kämpft. Gemeinsam mit Stefan, Mona und dem superklugen, gen-manipulierten Baby Dito beseitigt er jede Nacht Tausende dieser Wesen, doch es scheint, als würden es täglich mehr. Da macht ihnen Ellen Faustino, die Chefin des mächtigen Konzerns Myishi, das Angebot zur Zusammenarbeit. Die »Supernaturalisten« schlagen ein - bis sie herausfinden, dass Faustino einen perfiden Plan verfolgt...

Inhalt:
Cosmo Hill (benannt nach dem Cosmonaut Hill, wo er als Baby in einem Pizzakarton gefunden wurde) lebt in einem Waisenheim, wo die Kinder misshandelt werden. Sie müssen alle möglichen Produkte für die Pharmaindustrie am eigenen Leib testen - kein Kind überlebt diese Verhältnisse lange.
Cosmo denkt nur noch an eins: Flucht.
Und dann, endlich gibt es eine Chance: Zusammen mit seinem Freund Ziplock flieht er und landet auf einem Dachgenerator. Der Stromschlag tötet Ziplock, doch Cosmo bleibt am Leben und sieht plötzlich ein blaues Wesen auf seiner Brust sitzen, das scheinbar seine Lebenskraft aussaugt. In dem Moment findet ihn eine Gruppe: Die Supernaturalisten, die gegen die blauen "Parasiten" kämpfen. Sie schießen das Wesen von seiner Brust und nehmen ihn in die Gruppe auf, da er ein "Seher" ist (d.h. er kann die Parasiten sehen, was nicht jeder kann). Von nun an ist er wie Stefan, Mona und Dito ein Supernaturalist.
Gemeinsam schießen sie jede Nacht etliche der Viecher ab, aber sie werden immer mehr! Eines Tages entdecken sie ganze Scharen von ihnen in Booshka, Monas Heimatviertel. Dort werden von Gangs haufenweise Autos geklaut, um illegale Drag-Rennen zu fahren.
Die Supernaturalisten wohnen dem nächsten Rennen bei, um erneut Jagd auf die Parasiten zu machen, aber auf einmal tauchen etliche Para-Justiziare auf, setzen sämtliche anwesende Gangmitglieder außer Gefecht und nehmen Cosmo und Stefan gefangen.
Als sie wieder aufwachen, befinden sie sich bei Ellen Faustino, einer ehemaligen Professorin von Stefan. Sie deckt auf, dass die Supernaturalisten durch das Abschießen der Parasiten nur ihre Fortpflanzung beschleunigt haben! Sie kennt aber eine Möglichkeit, die Parasiten wirklich zu töten: Mit einem Energiepuls.
Die Supernaturalisten sollen das "Nest" der Parasiten finden und dort den Puls hochgehen lassen, um sie alle zu töten.
Das Problem: Die Viecher sind zu schnell, um ihren Weg zu verfolgen. Deshalb leiht sich die Gruppe ein HALO aus, um damit hoch zum Satelliten zu fliegen und den Satelliten anzuzapfen.
Heraus kommt etwas Erschreckendes: Das Nest der Parasiten befindet sich unter dem Waisenheim, in dem Cosmo 14 Jahre seines Lebens verbracht hat. Stefan und er schmuggeln sich hinein, lassen den Energiepuls hochgehen und befreien nebenbei auch noch die restlichen Waisenkinder.
Doch dann kommt etwas Schreckliches heraus: Die Parasiten saugen überhaupt keine Lebenskraft aus den Menschen, sondern sie nehmen nur die Schmerzen! Und als Stefan Ellen Faustino benachrichtigt, gibt sie den Befehl, die Supernaturalisten zu töten.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Ich habe zwar eine halbe Ewigkeit gebraucht, um es zu lesen, aber das lag nicht an dem Buch, sondern an meiner wenigen Zeit :'(
Besonders toll fand ich, wie Eoin Colfer immer wieder ein wenig Witz eingebracht und die Story damit total aufgelockert hat.
Die Ideen sind so wahnsinnig toll und passen komplett zusammen, sodass man richtig in Cosmos Welt hineinkommt. Satellite City erscheint einem so bildlich, so eindeutig vor dem inneren Auge, dass man sogar Geschichten darin schreiben kann (wie wir ja mehrfach bewiesen haben)!
Auch wenn ich Gefahr laufe, dass mir alle den Kopf einschlagen: Das Ende hat mir gefallen. Das gibt den Supernaturalisten so etwas Menschliches, etwas Verletzliches, was die Geschichte viel glaubwürdiger macht und einem hilft, sich mit den Personen zu identifizieren.
Ich sage aber nicht, was passiert! xD
Genial ist auch, wie Eoin Colfer die Gefühle des Leser aufgebaut hat: Man merkt selber richtig, wie man nach und nach einen Hass auf die Parasiten entwickelt und am Ende schämt man sich dann und findet sie plötzlich total knuffig und schutzbedürftig xD

Allerdings soll das hier keine Werbung sein, sondern eine neutrale Rezension. Deshalb kommt - wohl oder übel - auch die schlechte Seite dran:
Es gibt ein paar Stellen, die einen irritieren oder sogar ärgern. Der Autor konzentriert sich komplett auf die Supernaturalisten und lässt die anderen Personen dabei völlig außen vor. Was ist mit den ganzen Booshka-Gangs passiert, nachdem sie außer Gefecht gesetzt wurden? Leben sie noch oder sind alle tot? Was machen Dito und Mona, während Cosmo und Stefan gefangen sind?
Statt ihnen bei ihrer Rückkehr erleichtert um den Hals zu fallen, heißt es nur "Mona und Dito warteten gespannt, als Cosmo und Stefan aus dem Aufzug traten".
Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, Eoin Colfer ist schon ein klein wenig älter als 14 Jahre. Wie er Cosmos Gefühle für Mona beschrieben hat, da kann man eigentlich nur kichern und denken: Lebt der hinterm Mond?! xD

Ein Lob muss ich allerdings noch verteilen, das habe ich glatt vergessen: Die neuen Erfindungen in Cosmos Welt sind einfach nur genial, was anderes kann man nicht sagen! Wie Eoin Colfer die Ideen verknüpft hat, sodass keine Zweifel mehr aufkommen, ist unvergleichgleich.

Fazit:
Das Buch ist eigentlich ganz nett. Für das Alter von 10 bis 13 ist es absolut zu empfehlen, für Ältere kann es vielleicht an manchen Stellen ein bisschen zu simpel sein. Trotzdem würde ich sagen: Ein gutes Buch für Zwischendrin, so als leichter Snack zwischen den Hauptspeisen :D
Wirklich zu empfehlen!

Details:
Autor: Eoin Colfer
Übersetzer: Karl-Heinz Ebnet
Umfang: 352 Seiten
Preis (D): 14,90€
ISBN: 978-3-471-77281-2