Bulldog und Sweetheart? No way?

Sweethearts! Arrogant, kindisch und einfach strohdoof!
Verächtlich beobachtete Tom die Gruppe Jugendlicher, die sich um ein Auto gescharrt hatten.
„Bekommst du die Kiste wieder hin, Vasquez?“
Der Kopf eines Mädchens tauchte unter der Motorhaube auf. Tom hielt den Atem an. Ihr Gesicht war ölverschmiert, doch ihre Augen leuchteten.
„Gib mir eine Stunde!“
„Danke! Du hast was gut bei mir!“
Das Mädchen lachte. „Pass auf, Miguel! Ich werd drauf zurückkommen!“
Miguel stöhnte theatralisch und fasste sich ans Herz. „Sei nicht grausam, Vasquez! Du weißt, dass ich dir nichts abschlagen kann!“
Toms Hände ballten sich zu Fäusten. Wie dieser Typ sie anschaute! Nur mit Mühe konnte er sich daran hindern aus seinem Versteckt zu stürzen…
Wieso musste Mona auch zu diesen verdammten Sweethearts gehören? Warum konnte sie nicht eine Bulldog sein?
Miguel und die restlichen Sweethearts wandten sich zum Gehen. „In einer Stunde hol ich das Baby ab!“
Das Mädchen beugte sich wieder über die geöffnete Motorhaube.
Tom richtete sich hinter dem Haufen Reifen, der ihm die ganze Zeit Sichtschutz gewährt hatte, leicht auf, um sie weiter im Blick behalten zu können.
Konzentriert betrachtete sie das Innenleben des Wagens und fing schließlich mit geübten Händen an zu arbeiten. Monas glänzende, schwarze Haare verdeckten ihr Gesicht, doch auch so war sich Tom sicher, dass er das heißeste Mädchen der ganzen Galaxie vor sich hatte.
Heute! Heute redest du mit ihr!
Fast hätte er bitter aufgelacht. Wie oft hatte er sich dieses Versprechen schon gegeben? Er hatte die Nachmittage, die er damit verbracht hatte sie zu beobachten schon lange nicht mehr gezählt.
Eine schwere Hand landete auf seiner Schulter. Erschrocken wirbelte Tom herum.
„Alter! Keine Panik!“ Hack!
Verzweifelt bedeutete Tom ihm leise zu sein. Wenn Mona ihn jetzt erwischte…
Flüsternd boxte Hack ihn in die Seite: „Was machst du hier?“ Sein Blick fiel auf Mona und ein teuflisches Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Eine Sweetheart! Und so ganz allein…“
Ohne weiter nachzudenken schob sich Tom zwischen Hack und den Weg zu Mona.
„Nein, Hack! Wir sollten die Sweethearts nicht provozieren!“
„Du willst die Kleine wohl ganz für dich allein haben, was?“
Lachend schob er sich an Tom vorbei.
„Hey, Sweetheart!“
Mona wirbelte herum.
„Wo sind denn deine dreckigen kleinen Freunde?“
FĂĽr einen Moment meinte Tom Angst in ihren Augen aufblitzen zu sehen, doch sofort hatte sie sich wieder unter Kontrolle. Trotzig reckte sie ihr Kinn.
„Verschwinde, Bulldog!“
Die Verachtung, mit der sie das „Bulldog“ ausspie, löste Tom aus seiner Starre.
„Hey, Hack! Lass sie doch!“
Auf Hacks Gesicht zeichnete sich plötzlich Misstrauen ab. Drohend trat er auf Tom zu.
„Verbrüderst du dich jetzt schon mit den Sweethearts?“
„Dann wäre er der intelligenteste Bulldog, der mir je untergekommen ist!“
Fehler! Mona hatte es gewagt den Tribe zu beleidigen. Hack wĂĽrde ausrasten!
Panisch packte er ihn am Arm. „Hack! Nein! Sie ist es nicht wert!“
Angeekelt schĂĽttelte Hack ihn ab, sein Blick starr auf Mona gerichtet.
NEIN! Nicht Mona!
Tom wusste nur zu gut, wie Hack zu seinem Namen gekommen war. Kein anderer Bulldog hatte seine Hand so schnell am Messer…
Drohend ging Hack auf Mona zu, die langsam zurückwich, bis sie an die Karosserie des Autos gepresst stand. Sie versuchte einen völlig gleichgültigen Eindruck zu erwecken, doch sie konnte die Panik nicht ganz aus ihrem Gesicht verdrängen: außer dem Schraubenschlüssel hatte sie keine Waffe.
Aus den Augenwinkeln nahm Tom ein Aufblitzen in Hacks Hand wahr. Ohne eine Sekunde zu zögern, warf er sich auf Hack.
Das Messer segelte aus Hacks Hand und verschwand in einem Haufen Schrottteile. Entsetzen spiegelte sich in seinem Gesicht, als ihm klar wurde, dass ein Mitglied seiner eigenen Gang sich gegen ihn gestellt hatte, um eine Sweetheart zu verteidigen.
„Ich fass es nicht! Du bist in eine Sweetheart verknallt!“
Tom rappelte sich langsam auf, wobei er es vermied irgendjemanden, insbesondere Mona, anzuschauen. Verlegen bot er Hack seine Hand an, um ihm aufzuhelfen, doch dessen anfänglicher Unglaube war in Wut umgeschlagen. Die Hand ignorierend stand er auf und baute sich drohend vor Tom auf, der keine Anstalten machte, sich zu wehren…
Was hatte er nur getan? Er hatte die Ehre seiner Gang in den Schmutz gezogen…
„Dafür wirst du bezahlen!“
Die Art, wie Hack diese Worte zwischen seinen Lippen hervorpresste, lieĂź keine Zweifel aufkommen.
Hack drehte sich auf dem Absatz um und verlies ohne ein weiters Wort den Hof.
Entmutigt lies sich Tom auf einen Reifenstapel fallen.
Er hatte die Bulldogs lächerlich gemacht… wegen einer Sweetheart!
Ein leises Räuspern riss ihn aus seinen Gedanken. Mona!
„Das war ganz schön blöd von dir! Also, wenn du mich fragst, hast du ein Problem!“
Fassungslos starrte Tom sie an.
„Ich hab dir gerade das Leben gerettet!“
„Das bestreite ich ja gar nicht, Bulldog! Allerdings bezweifle ich, dass dir das bei deiner Gang noch was bringen könnte!“
Tom erwiderte nichts. Dazu gab es nichts zu ergänzen.
„Eine Frage. Dieser Bulldog… stimmt es? Bist du wirklich in mich…“
Sag es! Das ist deine Chance! Sag es ihr doch endlich!
Tom machte eine mürrische Handbewegung. „Ist doch egal!“
Du verdammter Idiot!
Mona seufzte. „Hör zu! Du hast mir geholfen, klar, aber ich kann wirklich keine Probleme gebrauchen. Bulldog und Sweetheart? No way! Du hast deine Gang, ich meine! “
Wütend trat Tom ein Stück Schrott aus dem Weg. Wie hatte er nur so bescheuert sein können? Die anderen würden ihn fertig machen! Und das alles nur wegen dieser verdammten Sweetheart!
Das hast du wirklich ganz toll hinbekommen!
„TOM!“
Er brauchte nicht aufzuschauen, um zu wissen, wem diese Stimme gehörte. Wenn Fist, der Obermacker, wütend war, kam man ihm am besten nicht in die Quere.
„HAST DU WAS MIT DEM SWEETHEART-FLITTCHEN?“
Langsam drehte sich Tom um. Es gab wenig, was einem Bulldog Angst einjagte, aber ein vor Wut schäumender Obermacker gehörte dazu.
„DU HAST DIE EHRE DER BULLDOGS MIT CYBERDRECK BESCHMUTZT!“
„Ich hatte nie vor, die Bulldogs…“
Fist stieĂź ein kehliges Lachen aus, das genauso freundlich war wie eine Morddrohung.
„VERRÄTER!“
Tom sah die riesige Pranke auf sich zu fliegen, doch noch bevor er den Kopf abwenden konnte, traf sie mit einem schmerzhaften Krachen seinen Kiefer. Tom schlug hart auf dem Boden auf. Stöhnend rieb er sich das Kinn und öffnete die Augen…
Vor seinem Gesicht, schwebte die zur Grimasse verzogene Visage des Obermackers.
„ICH MACH DICH FERTIG!“
Tom wusste, dass es vor Fist kein Entkommen mehr gab. Er schloss die Augen und versuchte die Luft anzuhalten. Der Gedanke, dass das letzte, war er riechen sollte, Fists fauliger Atem war, war einfach zu schrecklich!
„DU BIST KEIN BULLDOG MEHR!“
Wieder stieß die Pranke auf ihn herab. Tom spürte einen stechenden Schmerz an seiner linken Augenbraue und hörte das triumphierende Geheul der Umstehenden.
Erst im nächsten Moment wurde ihm klar, was das bedeutete. Fist hatte ihm sein Piercing ausgerissen, das Erkennungssymbol aller Bulldogs… er gehörte nicht mehr dazu…
Die Hand an seine Augenbraue gepresst rappelte sich mĂĽhevoll auf. Er hatte eigentlich erwartet, dass Fist weiter auf ihn einschlagen wĂĽrde, doch dieser betrachtete ihn nur angeekelt.
„HACK! ER GEHÖRT DIR!“
Drohend trat Hack auf ihn zu. Tom wich weiter zurĂĽck, den metallischen Geschmack von Blut im Mund.
Hack holte aus…
In diesem Moment heulte der Motor von Miguels Wagen auf, er wurde unsanft nach hinten gerissen.
Ein Messer prallte an der Karosserie ab, Mona drĂĽckte aufs Gas und das vor Wut verzogene Gesicht Hacks verschwand hinter ihnen.
Ungläubig lies Tom die Hand sinken. Er lebte noch.
„Hey, tu mir ein Gefallen und blute die Sitze nicht voll! Sonst bringt mich Miguel um. Die Messerschramme wird schwer genug zu erklären!“
Sie grinste ihn an.
Tom verstand gar nichts mehr. MONA?
„Ich dachte, du willst nichts von mir wissen? Bulldogs und Sweethearts? No way!“
„Tja, dabei hast du nur die Kleinigkeit vergessen, dass du kein Bulldog mehr bist! Somit sehe ich keinen Hinderungsgrund!“
„Du vergisst nur die Kleinigkeit, dass Hack Jagd auf mich machen wird…“
„Nicht, wenn du einem anderen Tribe beitrittst!
Tom setzte zu einer unwirschen Erwiderung an, doch Mona brachte ihn sofort mit einer Handbewegung zum Schweigen.
„Klar, das muss jetzt für dich wie ein Pakt mit dem Cyberteufel klingen, aber ich würde dich gerne weiterhin lebendig sehen“
Langsam schüttelte Tom den Kopf. Nein, nicht er hatte seine Gang verlassen, sie hatten ihn verlassen…
Ruckartig kam der Wagen zum stehen. Mona stieĂź ihre TĂĽr auf und stieg aus.
„Hier ist deine Karre, Miguel.“
Langsam kämpfte sich Tom aus dem Auto.
„Und ich wollte dich daran erinnern, dass ich bei dir noch was gut habe… Wie wär’s mit einem Gangtattoo?“
Miguel starrte sie verständnislos an.
Mona wandte sich Tom zu. Kritisch musterte sie sein Gesicht, als würde sie nach irgendetwas suchen. Unbehaglich strich er sich die blutverkrusteten Haare aus der Stirn. „Was machst du?“
„Eine Stelle suchen, die nicht blutverschmiert ist, du Idiot! Ah! Gefunden!“
Lächelnd küsste sie ihn auf sein rechtes Ohr.
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Protokoll:
so, hab ich's also auch noch geschafft einen text zu schreiben...
ich verspreche wieder, jedem, der mir einen kommi schreibt, auch einen zu verpassen! werft mir eure ganze kritik + verbesserungsvorschläge an den kopf! xDD
(8980 zeichen)
glg
ps: fällt euch ein besserer titel ein? hab mal wieder keine idee! *sfz*
10.3.: hab versucht die tipps von sonea einzubauen. thx!
der obermacker heißt natürlich nicht shadow (zu blöd zum lesen! xD), aber ich hab auch keinen anderen namen gefunden, also heißt er jetzt einfach mal fist.
aus eli wurde tom und auch sonst hab ich versucht ihn härter und mona weniger ängstlich zu machen. (8998 zeichen)
14.3.: das letzte eli gekillt... =) *knuddel cathy*
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