Inhaltsangabe:
Das Buch „Cosmo Hill – Der Supernaturalist“ spielt in einer Stadt der Zukunft, in der das ganze Leben durch einen Satelliten gesteuert wird.
Die Geschichte beginnt im Clarisse-Frayne-Heim für familiär gefährdete Jungen, einem Heim, in dem sponsorlose Waisen, wie Cosmo Hill, sehr schlecht behandelt und für Produkttests verwendet werden. Auf der Flucht vor dem brutalen Aufseher Redwood stirbt sein Handschellenpartner Ziplock und auch Cosmo wird lebensgefährlich verletzt. Er sieht, wie sich seltsame blaue Wesen auf seiner Brust niederlassen. Im nächsten Moment tauchte eine Gruppe auf, die diese Wesen töten und seine Wunden versorgen. Cosmo wird Mitglied dieser Gruppe, deren Mitglieder sich als Supernaturalisten bezeichnen und Jagd auf die blauen Wesen, die Parasiten, die den Menschen ihre Lebenskraft stehlen, machen. Cosmo erfährt, dass er durch seinen Unfall zum „Seher“ geworden ist und nun die seltene Gabe hat die Parasiten zu sehen. Besonders mit dem einzigen Mädchen, Mona, freundet sich Cosmo schnell an und noch in seiner ersten Woche in der Freiheit kann er ihr mit seinem Wissen über Waffen, die an den Heimkindern erprobt wurden, das Leben retten. Und auch Dito nimmt Cosmo bereitwillig auf. Dito ist ein Bartoli-Baby, das bedeutet, dass er aufgrund von Versuchen des Arztes Bartoli noch immer aussieht wie ein sechsjähriges Kind, obwohl er bereits ein 27-jähriger Arzt ist. Nur der Anführer der Gruppe, Stefan, steht dem Neuen eher skeptisch gegenüber.
Mona, ein ehemaliges Mitglied der Straßenbande „Sweethearts“, beobachtet während eines Besuchs in Booshka, dem Stadtviertel, das von den Gangs beherrscht wird, besorgt, wie sich die Parasiten aufgrund eines bevorstehenden Autorennens zwischen Sweethearts und Bulldogs versammeln. Aus Angst um ihre ehemaligen „Freunde“ überredet sie die anderen in dieser Nacht den Wettkampf zu überwachen, um möglichst schnell gegen die Parasiten vorgehen zu können. Noch dazu, wo die Sweethearts in diesem Rennen zum ersten Mal den neuen Myishi Z12 einsetzen wollen, einen Prototyp, den Stefan geklaut und für Monas Freiheit den Sweethearts überlassen hatte. Widerwillig stimmt Stefan Monas Vorschlag zu.
Doch das Unglück nimmt seinen Lauf: Mona und Dito werden nicht nur von den Bulldogs aufgegriffen, während des Rennens dringen auch noch Para-Justizare in das Gebäude ein, um den gestohlenen Myishi Z12 zurückzuholen. Um Mona und Dito die Möglichkeit zur Flucht zu geben starten Cosmo und Stefan ein riskantes Ablenkmanöver, das die beiden in die Hände der Myshi Cooperation spielt.
Zu ihrer Überraschung werden die beiden zu Ellen Faustino, der Chefin des Myishi Konzerns, geführt, die ihnen mitteilt, dass auch sie die Parasiten sehen kann und über die Arbeit der Gruppe im Bilde ist. Außerdem konfrontiert sie die beiden mit einer grauenhaften Neuigkeit: die Strahlenstäbe, mit denen sie die Parasiten bekämpft haben, bringen diese gar nicht um, im Gegenteil, die Parasiten vermehren sich dadurch. Die einzige Möglichkeit die Wesen zu bekämpfen ist mit einem radioaktiven Energiepuls, den Faustino Stefan gibt, zusammen mit dem Auftrag diesen im Versteck der Parasiten zu zünden.
Um dieses Versteck zu finden müssen die vier Freunde eine riskante Reise zum Satelliten wagen und zu Comos Entsetzen scheint sich dieses geheime Lager ausgerechnet im Keller des Clarrisse-Frayne-Heims zu befinden. Gemeinsam mit Stefan dringt er in das Heim ein, zündet den Puls, nimmt Rache an dem brutalen Aufseher Redwood und verhilft letztendlich seinen ehemaligen Leidensgefährten zur Flucht.
In der Abracadabra Street, dem Unterschlupf der Bande, wartet dann der nächste Schock auf ihn: er beobachtet Dito, wie dieser sich in den Finger schneidet, um einen halb toten Parasiten zu retten. Hat ihr Freund sie die ganze Zeit hintergangen? Stefan beschließt ihn aus der Gruppe zu werfen und auch Ditos Beteuerungen, die Parasiten lebten nicht von der Lebenskraft der Menschen, sondern nähmen ihnen nur ihre Schmerzen, können ihn nicht umstimmen.
In dieser Nacht dringen Para-Justizare in ihr Haus ein und nehmen die schlafenden Bandenmitglieder fest. Entsetzt muss Cosmo mit anhören, dass Ellen Faustino plant ihn und die anderen Gruppenmitglieder umbringen zu lassen… Er schafft es sich und seine Freunde zu befreien und dringt mit ihnen in Faustinos Büro ein, wo sie von ihrem teuflischen Plan erfahren. In letzter Minute gelingt es ihnen ihr schreckliches Vorhaben zu vereiteln, doch dieser Kampf fordert sein Opfer…
Einordnung:
Vom Genre her würde ich „Cosmo Hill“ am ehesten in den Bereich „Schien-Fiction“ einordnen, da die Geschichte in der Zunkunft spielt und auch oft ziemlich technisch ausgerichtet ist. Auf dem Klappentext steht jedoch „Techno-Fantasy-Thriller“ und das trifft es meiner Meinung nach noch besser.
Ich denke, dass das Buch von Jugendlichen ab 13 – 14 Jahren gelesen werden kann. Jüngeren würde ich es noch nicht empfehlen. Allerdings lasse ich das Alter nach oben hin offen, da ich glaube, dass das Buch auch älteren Jugendlichen und Erwachsenen gefallen könnte.
Eigene Meinung:
Vor dem Lesen stand ich „Cosmo Hill“ ziemlich zwiespältig gegenüber. Einerseits bin ich ein großer Eoin Colfer Fan und habe die Artemis Fowl Reihe nur so verschlungen, andererseits sind Zukunftsgeschichten nicht ganz das, was ich normalerweise lese.
Aber ich wurde nicht enttäuscht! Im Gegenteil! Schon nach ein paar Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und mit der letzten Seite kam dann der Schock: WAS? So spät schon? xD
Die Handlung des Buchs ist sehr gut durchdacht, die Spannung zieht sich bis zum Schluss hin, so dass nie Langeweile aufkommt. Stattdessen überraschte der Autor mich immer wieder mit neuen Wendungen, die alle bisherigen Spekulationen über den Haufen warfen.
Und auch Colfers Schreibstil trägt zu großen Teilen zum Erfolg des Buches bei. Die Dialoge sind lebendig, die Figuren sind extrem gut charakterisiert und natürlich so, dass man sie als Leser einfach lieb gewinnen muss. Das wirklich besondere ist jedoch Colfers Witz, der einen während des Lesens immer wieder laut loslachen lässt.
Die Aufmachung des Buchs gefällt mir gut, allerdings finde ich den Preis (14,90€) für ein Taschenbuch ziemlich hoch.
Das Buch endet ziemlich offen, da das „Böse“ zwar vorerst in seine Schranken gewiesen wurde, aber schon neue Pläne schmiedet. Deswegen war ich mehr als froh, als ich in Eoin Colfers Antworten gelesen habe, dass es noch einen zweiten Band geben soll!
Fazit:
Spannender Zukunftsroman für Jugendliche, der die Lachmuskeln strapaziert!