Cosmo Hill - ein Lesetipp

Bild von Morgaine

Inhalt:
Das dritte Jahrtausend ist eine dĂĽstere Zeit, wenn man, wie Cosmo Hill, ein Waisenjunge ohne Sponsor ist. Im Heim werden die Jungen fĂĽr Experimente verschiedenster Art hergenommen, an ihnen werden Medikamente ebenso getestet, wie neue Lebensmitteln und Kunststoffe.
Da die durchschnittliche Lebenserwartung eines Waisen nur fünfzehn Jahre beträgt, beschließt der vierzehnjährige Cosmo, so bald wie möglich zu fliehen. Die Gelegenheit dazu ergibt sich, als der Bus, der die Waisen von einer Arbeitsstätte zurück zum Heim transportiert, einen Unfall hat.
Bei seiner Flucht wird Cosmo lebensgefährlich verletzt und hat eine seltsame Erfahrung; auf seiner Brust sieht er ein fremdartiges Wesen sitzen, das ihm die Lebensenergie aussaugt.
Er wird von Mona, Stefan und Dito gerettet, die ihn mitnehmen und denen er sich anschließen darf. So erfährt Cosmo, was die Supernaturalisten, wie sie sich nennen, in Wirklichkeit sind; gemeinsam jagen sie Wesen wie jenes, das auch Cosmo die Lebensenergie aussagen wollte. Denn die Parasiten sind überall und nicht nur sie bedrohen das Leben der kleinen Gruppe.
Gemeinsam nehmen sie den Kampf auf.

Cover:
Das Coverbild zeigt die Gruppe um Cosmo Hill – ohne Dito aber mit Parasit, der leider eher wie ein flauschiges Kuscheltier wirkt. Auch den Mangastil des Bildes finde ich nicht glücklich gewählt, da er das Buch so unwillkürlich eher in die Kinderbuchecke oder seichte Jugendlektüre einsortiert, was der Roman aber absolut nicht ist. Schade, dieses Buch hätte wirklich ein schöneres und passenderes Cover verdient.

Schreibstil:
Vor Cosmo Hill habe ich noch nichts von Eoin Colfer gelesen, warum eigentlich nicht, frage ich mich, denn er schreibt wirklich extrem gut.
Der Roman ist sehr temporeich erzählt, auch wenn manches leicht ins Gruselige geht, verzichtet der Autor – wie ich finde zum Glück – auf allzu detaillierte Beschreibungen. Die Spannung wird durchgehend gehalten und die Charakterisierung der einzelnen Figuren ist gelungen. Außerdem gibt ein wahres Feuerwerk an Ideen.

Die Personen:
Schön finde ich, wie unterschiedlich die einzelnen Gruppenmitglieder sind und dass dabei doch Klischees vermieden werden. Auch werden sie alle sehr gut charakterisiert, es wird auf ihren Hintergrund eingegangen und die Beschreibungen sind überzeugend.
Mona gefällt mir besonders.

Fazit:
Ein gut durchdachter, spannend geschriebener SF-Thriller, der sicher nicht nur Technik- und SF-Fans gefallen wird. Man kann sich die Welt problemlos vorstellen, auch das Technische ist gut verständlich geschrieben und wirkte auf mich nicht abschreckend.