Die Helden

Cosmo Hill
Cosmo Hill wurde als Baby in einem Kirschpizza-Karton auf dem Cosmonaut Hill in Moscowtown gefunden – so bekam er seinen Namen. Da seine Eltern in den öffentlichen DNS-Datenbanken nicht aufzufinden waren und sich auch kein Sponsor für ihn fand, wuchs er im Clarissa-Frayn-Heim auf. Als der Roman beginnt, ist er vierzehn Jahre alt, hat braune Locken, braune Augen, eine helle Haut mit Sommersprossen und er denkt nur an eines: Flucht aus dem gräßlichen Waisenhaus, wo er wie die anderen Jungen durch grausame Produkttests gequält wird. Nach seiner geglückten Flucht entdeckt er, dass er eine besondere Fähigkeit hat: Er ist ein "Seher", der für ein Spektrum der Welt empfänglich ist, das anderen verborgen bleibt. Daher kann er die kleinen blauen Wesen sehen, die ihre Lebenskraft aus sterbenden Menschen saugen.

Stefan Baschkir
Stefan Baschkir ist der Anführer der "Supernaturalisten". Der groß gewachsene Achtzehnjährige hat kohlrabenschwarzes Haar, das ihm in alle Himmelsrichtungen absteht, und ist gewöhnlich von Kopf bis Fuß ganz in Schwarz gekleidet. Am Mundwinkel hat er eine rosafarbene Narbe, die sein Lächeln verschmitzt erscheinen lassen. Vor drei Jahren war er noch Anwärter bei der Polizei, wo auch seine Mutter arbeitete und lernte an der Polizeiakademie. Doch dann wurde seine Mutter Opfer einer Autobombe. Ehe sie starb, sah Stefan blaue Wesen auf ihrem Körper sitzen, die sich von ihrer Lebenskraft nährten. Seitdem ist er davon überzeugt, dass diese Parasiten vernichtet werden müssen. Vom Geld der Lebensversicherung kaufte er in einem heruntergekommenen Stadtteil ein altes Lageshaus – das Hauptquartier der "Supernaturalisten".

Mona Vasquez
Mona Vasquez ist bei den "Supernaturalisten" für die Wartung des alten "Masselmobils" zuständig. Ihre Fähigkeiten als Automechanikerin hat die hübsche Fünfzehnjährige mit den schwarzen Haaren und dem Gang-Abzeichen, einem eintätowierten DNS-Strang über den Augenbrauen, in Booshka gelernt, einem Stadtviertel, das von Jugendbanden beherrscht wird. Sie war das Mechaniker-Girl der "Sweethearts" und nahm teil an gefährlichen Autorennen gegen andere Banden. Nach einem Unfall wurde sie von Stefan und Dito gerettet und als "Seherin" entdeckt. Seitdem kämpft sie mit den "Supernaturalisten" gegen die blauen Parasiten.

Lucien Bonn (Dito)
Lucien Bonn, genannt Dito wegen seiner Angewohnheit, alles zu wiederholen, was andere sagen, sieht aus wie ein blonder sechsjähriger Junge, der den unverhältnismäßig großen Kopf eines Kleinkindes hat. Er ist nicht einmal einen Meter groß. In Wirklichkeit ist Dito bereits 28 Jahre alt und ein ausgebildeter Arzt, der zudem außergewöhnliche Fähigkeiten hat. Dito ist ein "Bartoli-Baby", Ergebnis eines Genspleiß-Tests des Arztes Ferdinand Bartoli.
Bartoli hatte an Säuglingen Genexperimente durchgeführt, weil er einen Übermenschen schaffen wollte. Stattdessen verstümmelte er die DNS der Kinder, was zu einer Reihe von Mutationen führte. Außersinnliche Wahrnehmung war eine der Nebenwirkungen, am häufigsten aber traten Wachstumshemmungen auf. Der Bartoli-Skandal führte dazu, dass Gen-Experimente mehr als zehn Jahre lang gesetzlich verboten wurden.

Die blauen Wesen
Die blauen Parasiten erscheinen, wenn ein Mensch verletzt ist und Schmerzen hat. Sie sind nichtmenschliche Wesen, etwa so groß wie ein Kleinkind, durchscheinend blau, haben einen ovalen Kopf und schlanke Gliedmaßen und wiegen beinahe nichts. In ihren Adern pulsiert statt Blut ein blitzendes Gefunkel. Sie setzen sich auf die Brust des Menschen, legen ihm die Hand auf und saugen ihm Lebensenergie aus dem Körper. Die Supernaturalisten zerstören die Wesen mit Energieschocks, starken Stromstößen aus Strahlenstäben, die mit unterschiedlicher Munition geladen werden können. Auch Wasser vertreibt die Blauen zuverlässig, das mögen sie nämlich gar nicht.