Buchbotschaften


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Leise wie ein Schatten streift ein merkwĂŒrdiger Junge durch die dunklen Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die in einer aussichtslosen Situation nicht mehr weiterwissen. Peter rettet sie ... und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu fĂŒhren, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch Peter verrĂ€t ihnen nicht, dass dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch grĂ¶ĂŸte Gefahr
Vor 99 Jahren schuf James M. Barrie mit Peter Pan einen Mythos des 20. Jahrhunderts, der jede Generation aufs Neue begeistert. Nun ist es an der Zeit, Peters wahre Geschichte zu erzĂ€hlen, und von einem Land voller Magie und Gewalt, LĂŒgen und AbgrĂŒnde, großer Liebe, falscher Freunde und echter Helden.

Brom hat sich sehr von der Erstfassung Barrie's inspirieren lassen, die diesem Buch nahe kommt, da es dort Ă€hnlich blutig zu ging, wie bei Brom's Kinderdieb. Doch wurde Barrie's Fassung ĂŒberarbeitet, um sie kinderfreundlicher zu machen, sodass die Version entstand, wie wir sie heute aus BĂŒchern und Disney-Filmen kennen.

Zuallererst, muss ich sagen, dass das Buch sehr spannend und vergleichbar mit Peter Pan ist, nur halt fĂŒr Erwachsene.

Es ist flĂŒssig geschrieben, teils etwas blutig und auch mit Schimpfwörtern wird nicht gespart, aber ansonsten ist die Handlung sehr mitreißend und an keiner Stelle langweilig.

Überall im Buch sind Zeichnungen des Autors zu finden, die das ganze auflockern und das AUssehen der Gestalten verdeutlichen. Diese Zeichnungen sind teils in Farbe und teils in schwarz-weiß.

Das Ende ist offen, sodass die Hoffnung besteht, das es bald einen Folgeband geben könnte.

Fazit: Sehr empfehlenswert, aber eher etwas fĂŒr Erwachsene.


In einem Satz:
Die Geschichte Peter Pans ganz neu erzĂ€hlt: grausam, blutig, brutal - aber auch tiefgrĂŒndig und voller Detailreichtum. Ein einzigariges Leseabenteuer!

Inhalt:
Die Geschichte von Peter Pan kennt fast jeder: von dem Jungen, der nie erwachsen werden will , der andere Kinder zu sich ins Nimmerland holt und der einen immerwĂ€hrenden Kampf gegen den bösen KapitĂ€n Hook fĂŒhrt.
Doch in "Der Kinderdieb" erfĂ€hrt man, dass Peter Pan auch eine böse Seite hat. Nimmerland ist hier die sagenumwobene Insel Avalon, auf der sich diverse fantastische Kreaturen tummeln und Peter lockt hinterlistig Kinder aus dem modernen New York dorthin, um sie in einen brutalen, grausamen Kampf gegen den bösen KapitĂ€n und seine Mannen zu schicken. Nichts scheint ĂŒbrig zu sein vom unbeschwerten Nimmerland, in dem es jediglich ein paar Abenteuer zu bestehen gilt. Hier geht es ums nackte ĂŒberleben als der Kampf um Avalon beginnt ...

Meine Meinung:
Schon als ich Broms "Der Kinderdieb" das erste Mal in der Buchhandlung in den HĂ€nden hielt, war klar: "Das Buch muss ich unbedingt haben!" - Die Kasse war knapp zu der Zeit und es musste warten. Aber es stand immer ganz oben auf meiner Wunschliste und ich habe den Kauf dann auch nicht bereut.
Allein die Herstellung hat wahre Wunder vollbracht: Die knapp 650 Seiten sind auf so feinem Papier gedruckt, dass ich beim umblĂ€ttern immer wieder gerne ĂŒber die Seiten gestrichen habe. Durch das gesamte Buch ziehen sich - jeweils zu Beginn eines jeden Kapitels - wundervolle Zeichnungen, die beeinduckenderweise vom Autor selbst stammen. Ganz zu schweigen von dem glĂ€nzenden Schutzumschlag mit dem tollen Cover. Respekt! Mit so viel liebe zum Detail sollten alle BĂŒcher herausgebracht werden!

Am meisten freut es den Leser aber natĂŒrlich, wenn ein Buch nicht nur schön aussieht, sondern auch das Gedruckte zwischen den Buchdeckeln mitzureißen vermag. Auch auf diesem Gebiet enttĂ€uscht "Der Kinderdieb" nicht. Was Brom geschaffen hat, ist ein tiefgrĂŒndiges, vielschichtiges und spannendes Werk,das durch seine BrutalitĂ€t und UnverblĂŒmtheit schockiert aber auch gleichzeitig fasziniert. Bei Brom gibt es kein schwarz oder weiß. Jede Figur hat ihre eigene Hintergrundgeschichte, die mal mehr und mal weniger ausfĂŒhrlich beleuchtet wird und die jeweilige Handlungsweise nachvollziehbar macht. Selbst mit dem bösen KapitĂ€n konnte ich am Ende mitfĂŒhlen, wĂ€hrend ich Peter zwischenzeitlich verflucht habe.

"Der Kinderdieb" gehört fĂŒr mich aber auch zu den wenigen Romanen, die die Aufschrift "Nichs fĂŒr schwache Nerven" oder "Nichts fĂŒr Zartbesaitete" verdienen. Denn Brom nimmt kein Blatt vor dem Mund, sondern beschreibt schonungslos, was Sache ist. Es spritzt das Blut, es fliegen die Köpfe und es quetschen sich die GedĂ€rme aus den Leibern. Von Schönrederei scheint der Autor nicht viel zu halten, und das ist auch gut so, denn nur so wird dem Leser klar, in welch grausames Spiel die Kinder dort hineingezogen werden.
Wer außerdem ein "Fick dich!", "Leck mich!" oder "Arsch!" im alltĂ€glichen Wortschatz eines Kindes eher verstörend findet, sollte sich fĂŒr dieses Buch ein dickes Fell zulegen - und es dann trotzdem lesen!

Dieser Roman ist also alles andere als eine NacherzĂ€hlung der bekannten Peter-Pan-Geschichte. Brom erfindet den Mythos neu und gibt Peter eine ganz eigene Vorgeschichte, die geschickt in die Haupthandlung eingewoben wurde. An keiner Stelle ist die Handlung vorhersehbar oder klischeehaft, was die LektĂŒre bis zur letzten Seite spannend gestaltet. Und auch das Ende hĂ€tte ich mir so nicht ausgemalt. Daher gibt es die volle Punktzahl fĂŒr diesen Roman, die er sich redlich verdient hat.


„Der Kinderdieb“ (OT: „The Child Thief“) ist ein Fantasyroman des amerikanischen Gothic Fantasy-Illustrators und Fantasyschriftstellers Gerald Brom, welcher eine Neuinterpretation des Peter Pan-Motivs behandelt. Das Buch beinhaltet zahlreiche, teils farbige, Illustrationen.

Inhalt:
Nick muss vor dem Ă€lteren Marko fliehen, den er gerade um eine Tasche Drogen gebracht hat. Doch Markos SchlĂ€ger spĂŒren ihn im Stadtpark auf. Nick glaubt schon, dass sein letztes StĂŒndlein geschlagen hĂ€tte, doch da rettet ihn ein seltsamer Junge mit goldenen Augen und spitzen Ohren, der ihm von einer Insel ohne Erwachsene vorschwĂ€rmt, auf der Kinder frei sind und alles tun und lassen können, was sie wollen- und ein Leben voller spannender Abenteuer leben können. Nick folgt dem anderen, Peter, in den New Yorker Hafen und schließlich ihn eine Nebelwand hinein. Hier merkt er schon, dass Peter nicht ganz ehrlich war: ĂŒberall liegen Skelette, und die Nebelgeister bringen ihn fast um den Verstand. Als er sich endlich jenseits des Nebels auf der Insel Avalon befindet, wird er von einer Horde VerrĂŒckter angegriffen, die ihn augenscheinlich fressen wollen.
Dabei sind die „Teufel“ noch nicht einmal sein grĂ¶ĂŸtes Problem: die Magie der Insel verĂ€ndert alle, die sich auf ihr befinden. Da Kinder noch ein wenig Magie in sich tragen, werden sie wie Peter. Die Erwachsenen hingegen, die zur Zeit der PilgervĂ€ter zufĂ€llig auf die Insel gelangten, wurden zu DĂ€monengeschöpfen. Und dann sind da noch die ursprĂŒnglichen Bewohner der Insel, die mit Menschen, egal wie alt, kaum etwas zu tun haben wollen.
Außerdem hat Peter noch seine ganz eigenen Feinde: eine Hexe will sein Auge und der Nachkomme des „Gehörnten“ möchte ihn am liebsten filetieren. Doch er braucht die Kinder, um seinen Krieg gegen die bösen „Fleischfresser“ zu fĂŒhren, und holt deshalb immer mehr und mehr Kinder- egal, wie viele sterben.
Nick findet sich schon bald in einem Krieg zwischen allen Fronten wieder und muss sich fĂŒr eine Seite entscheiden und ganz nebenbei auch noch herausfinden, was er denn wirklich will


Mein Fazit:
Diese Neuinterpretation des Peter Pan-Mythos ist in meinen Augen rundweg gelungen. Vieles, was in der Kinderbuchversion noch naiv ĂŒberlesen werden kann, wird einem hier drastisch vor Augen gefĂŒhrt. BlutrĂŒnstige Piraten, aber auch blutrĂŒnstige Kinder, und irgendwann verschwimmen die Grenzen zwischen dem, was moralisch erlaubt sein sollte dem Durst nach Rache. Die Gewaltdarstellungen sind zwar mitunter heftig, aber nicht explizit und gehören in die Geschichte hinein.
Insbesondere die Interpretation des Peter ist ĂŒberaus glaubwĂŒrdig. Seine Handlungen sind nachvollziehbar und in sich logisch. Wenn man seinen Lebens- und Leidensweg miterlebt, fragt man sich unwillkĂŒrlich: hatte er ĂŒberhaupt eine andere Wahl, als so zu werden, wie er jetzt ist? Über weite Teile seiner Existenz hinweg wurde er nur benutzt und benutzt demzufolge auch andere- war es doch das Einzige, was er je gelernt hat. Erst als er sein Erbe, welches dann doch etwas vorhersehbar kommt, annimmt und in gewisser Weise erwachsen wird, kann er sich aus allen Gespinsten um sich herum befreien und seine eigenen Entscheidungen treffen- und doch bleibt er sich selbst und seinem vorherigen Leben treu, allerdings meint man, dass sein Traum von einem ewigen Leben voller Spiel und Abenteuer erst jetzt richtig beginnt.
Der Autor thematisiert auch deutlich den inneren Konflikt, den Nick austragen muss: von seiner Mutter allein gelassen, folgt er Peter; aber auch der belĂŒgt und benutzt ihn. Im Kampf um Avalon scheinen die Rollen klar verteilt: die „guten“ Fabelwesen gegen die „bösen“ Erwachsenen und Christen, aber auf beiden Seiten gibt es Helden und Schurken, kleine Grausamkeiten ebenso wie Selbstlosigkeit. Doch die Fronten sind so verhĂ€rtet, dass es nur noch auf ein großes Finale hinauslaufen kann. Doch letztendlich findet Nick seinen eigenen Weg, den er auch konsequent bis zum Ende geht.
Und im Endeffekt sind es dann doch die mystischen und glorifizierten Fabelwesen, deren Abgang einen schalen Beigeschmack hinterlÀsst und ein kleines bisschen an das Ende der eigenen Kindheit denken lÀsst, wenn man erkennt, dass die Welt eben nicht verzaubert ist und die Helden der Kindheit ebenso Fehler und Makel machen wie man selbst.
Was bleibt? Ein ungemein spannendes Buch mit einem Hauptcharakter, der einem aus jeder Seite entgegenspringt, dessen freches Grinsen einen noch aus den Seiten des Buches heraus anlacht und den man doch, trotz allem, um seine unglaubliche Freiheit beneidet. Eine Freiheit, die mit viel Blut, Qualen, Tod, Verlust, aber auch Neubeginn erkauft ist. Peter findet seine Heimat schließlich in ihm selbst und ĂŒberall dort, wo er ist- also passt auf, wer nachts an eure Fenster klopft, und lasst euch nicht von dem grinsenden goldĂ€ugigen Jungen entfĂŒhren, und wenn er noch so sehr lockt



Die Geschichte beginnt in der heutigen Zeit in Brooklyn/Manhatten, wo nur noch Gewalt und Gesetzesmissachtung herrscht. Den dort wohnenden Kindern und Jugendlichen fehlt es hÀufig an jeglicher Zukunftsperspektive. In diese Gegend musste Nick mit seiner Mutter aufgrund der finanziellen Not seit dem Tod seines Vaters in das Haus der Oma ziehen.
Nick, ein 14-jÀhriger Junge, ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor einer Bande gewalttÀtiger Jugendlicher, die auf der Suche nach ihm sind, da er ihnen aus Rache etwas gestohlen hat. Auf seiner Flucht durch Brooklyn kommt Nick nachts durch einen Park und fÀllt einem Bandenmitglied prompt in die HÀnde. Bevor ihm aber etwas angetan werden kann, steht ihm plötzlich ein seltsam komisch aussehender Junge zur Seite; goldene Augen, spitze Ohren und rote Haare. Er stellt sich spÀter als Peter vor, und verspricht Nick, ihn an einen geheimen und vor allem sicheren Ort zu bringen. Einzige Bedingung, er muss sagen, dass er freiwillig mitkommt.
So kommt es, dass Nick von Peter durch einen undurchdringlichen Nebel in das geheimnisvolle Land namens Avalon gefĂŒhrt wird. Nick findet hier andere Kinder vor, die von Peter hierher gebracht wurden und hier scheint die Welt in Ordnung zu sein, hat er doch erst mal einen sicheren Unterschlupft.
Nick begreift schnell, wie das Leben auf Avalon funktioniert und wird bald in Peters Gruppe -Die Teufel- aufgenommen. Die Teufel, dass sind Kinder und Jugendliche mit einem Àhnlichen Schicksal wie Nick, die teilweise vor Jahrzehnten von Peter nach Avalon gebracht wurden.
Aber die Kinder leben nicht allein auf Avalon. Auch Feen, Sumpfhexen und andere Fabelwesen sind hier beheimatet und leben unter dem Schutz der >weißen Dame<.
Aber Avalon droht zu zerfallen. So genannte Fleischfresser, die ungewollt auf Avalon strandeten, bedrohen das Eiland. Um dieses zu verlassen, fĂ€llen sie die ZauberbĂ€ume, das Lebenselixier von Avalon. Nick erkennt die ZusammenhĂ€nge und warum Peter die Kinder nach Avalon entfĂŒhrt und möchte wieder zurĂŒckkehren, zurĂŒck nach Hause. Als aber die Fleischfresser den >Lebensgarten der Dame< bedrohen, kĂ€mpft Nick an der Seite der Teufel gegen die Fleischfresser.

Fazit:

Broms Kinderdieb ist eine spannende Variante von Peter Pan, anders als die bisherigen. Der Autor hat aus der Originalversion die dĂŒsteren Stellen in sein Werk etwas hĂ€rter ĂŒbernommen und dementsprechend beschrieben. Gemischt mit verschiedenen Mythen und Legenden um Avalon hat er eine gute, aber auch sehr dĂŒstere Story erschaffen.
Peter, eine gut gezeichnete Hauptcharaktere, kommt beim „einfangen“ von Opfern so charmant und witzig rĂŒber, das der Leser die zweite Seite von ihm zuerst gar nicht wahr haben möchte: brutal, blutrĂŒnstig, und wenn es um seine Dame Modron geht, geht er sogar ĂŒber Leichen, er wĂŒrde alle seine „Teufel“ opfern, ohne mit der Wimper zu zucken.
Broms Schilderungen werden hÀufig detailreich grausam und brutal dargelegt. Er beschreibt ungeschönt wohl die tatsÀchliche Art und Weise der damaligen Zeit.
Aber das Buch vermittelt auch von Freundschaft und Treue, genauso wie von den fatalen Folgen von Verblendung und Sturheit und Fanatismus.
Interessant sind auch die Bilder am jeweiligen Kapitelanfang, geben diese dem Leser einen kleinen Einblick in der kommenden Szenerie. Hat der Leser sich bis zur Buchmitte bereits die einzelnen Charaktere durch die lebendig und detailreich beschriebenen Hauptcharaktere gedanklich zusammengesetzt, erwarten Ihn in der Buchmitte fantastische farbige Illustrationen dieser. Es ist absolut unverkennbar, das diese Zeichnungen nur aus der Feder des Autors stammen können, denn wer sonst könnte seine Aktivisten so detailreich und treffsicher darstellen.
Der Kinderdieb ist ein spannendes, dĂŒsteres Buch, was von dem Leser einiges abverlangt, ihn aber auch mit interessanten Charakteren und magischen Momenten besticht.


DER KINDERDIEB
von Brom

Verlag: Pan
Seiten: 655
Preis: 16,95
ISBN: 978-3-426-28329-5

"Er hat mehr getan, als mir nur das Leben zu retten. Er hat mir ein Leben geschenkt. Eine Familie. Ich weiß, worum mein Leben geht, weil hier nĂ€mlich alles ganz einfach ist. Wir sind ein Clan. Wir sind die Teufel, und wir sorgen fĂŒreinander."

Durch die Straßen von New York streift ein Junge, auf der Suche nach Kindern und Jugendlichen, die alles in ihrem Leben verloren haben und alleine sind. Er ist der Kinderdieb. Er hilft den Kindern und Jugendlichen, die in auswegslosen Situationen stecken und bietet Ihnen an, mit in sein Reich zu kommen. Dort gibt es keine Erwachsene und keine Regeln, stattdessen kann man dort seine Kindheit ausleben und jeden Tag Spaß haben. Sein Name ist Peter. Als Sohn einer Menschenfrau und einem Wesen aus der Anderswelt, wurde er aus der Welt der Menschen vertrieben und kehrt nur dann in eben diese zurĂŒck, wenn es seine Aufgabe verlangt. Und seine Aufgabe ist es, die verwahrlosten Kinder und Jugendlichen von den Straßen zu holen und mit in sein Land zu nehmen.

Nick ist auf der Flucht. Er hat sich mit Drogendealern angelegt, die es nun auf sein Leben abgesehen habe. Gerade als sie ihn erwischt habe und die Situation aussichtslos erscheint, taucht ein seltsamer Junge auf und rettet ihn. Sein Name ist Peter. Er lĂ€sst sich von Peter ĂŒberreden mit in sein Land zukommen, wo Peter eine Feste besitzt und wo Nick nie wieder irgendwelche Probleme haben wird. Doch Nick muss schnell herausfinden, dass Peter gelogen hat. Denn Avalon liegt im Sterben. Der Ort wo magische Geschöpfe einst friedlich zusammen lebten, wurde von grausamen Menschen besetzt, die dem Ort den Tod bringen. Nur ein alles entscheidender Krieg kann Avalon retten und somit auch seine Bewohner. Nick sieht sich einer grausamen Welt entgegen, aus der es kein Entrinnen gibt.

DĂŒster. Dieses Wort beschreibt „Der Kinderdieb“ besser, als jedes andere Wort. Die dĂŒstere AtmosphĂ€re zieht sich durch den ganzen Roman und gibt ihm gerade dadurch das gewisse etwas. Brutal wĂ€re die zweite Beschreibung, die mir spontan zu dem Buch einfĂ€llt. Die Gewalt steht ganz klar im Vordergrund und wird sehr detailverliebt beschrieben. Aus diesem Grund möchte ich gleich am Anfang meiner Rezension darauf hinweißen, dass „Der Kinderdieb“ auf keinen Fall fĂŒr jĂŒngere Kinder geeignet ist. Stattdessen wĂŒrde ich es wirklich erst fĂŒr SechzehnjĂ€hrige empfehlen, die aber auch nicht zu sensibel sein dĂŒrfen, da dieser Roman wirklich sehr, sehr dĂŒster und brutal ist.

Einen Vorgeschmack auf das was den Leser erwartet, bekommt man bereits im Prolog, in dem die beinahe Vergewaltigung eines jungen MÀdchens beschrieben wird, welches in letzter Sekunde von Peter gerettet wird. Die paar Seiten machen direkt deutlich, dass den Leser keine schöne Gute Nacht Geschichte erwartet.

Die folgende Handlung ist in insgesamt fĂŒnf Teile gegliedert. Von der Handlung will ich gar nicht viel vorweg nehmen, da dies nur die Spannung vermindern wĂŒrde. Was ich sehr beachtlich fand, war dass es dem Autor tatsĂ€chlich gelungen ist die Spannung immer wieder zu steigern, obwohl diese bereits am Anfang des Romans sehr hoch ist. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war wie gefesselt von der dramatischen Geschichte rund um Peter und seine Teufel. Jeder der fĂŒnf Teile bringt die Handlung in gewisser Weise noch einmal ein ganzes StĂŒck weiter und bereits der Titel des jeweiligen Teils verspricht einem bereits einiges bezĂŒglich der folgenden Seiten.

Wie bereits erwĂ€hnt ist die Geschichte wirklich unglaublich dĂŒster, brutal und blutrĂŒnstig. Ich habe mich an einigen Stellen durchaus gefragt, ob soviel Gewalt nötig ist, aber wie erwĂ€hnt, verlieht gerade dies dem „Kinderdieb“ seine ganz eigene und besondere AtmosphĂ€re. Es ist aber kein Buch, das einem zu sonderlich guter Laune verhilft, stattdessen zieht einen die Handlung ein wenig runter und schockiert immer wieder aufs Neue. Obwohl das Buch nicht wirklich so etwas Besonderes wĂ€re ohne diese dunkle AtmosphĂ€re, lĂ€sst gerade die mich daran zweifeln, ob es ein Buch wĂ€re, das ich noch einmal zur Hand nehmen wĂŒrde. Es war ein besonderes Leseereignis und ich wĂŒrde es jedem weiter empfehlen, aber es ist kein Buch, das ich immer wieder aufs Neue lesen wĂŒrde.

Am Schreibstil von Brom habe ich rein gar nichts auszusetzen. Er schreibt unglaublich fesselnd und hat zumindestens mich einige Stunden an das Buch gekettet. Man will wissen wie es weiter geht und obwohl man sich gerade davor graut, kann man es doch nicht aus der Hand legen. Brom schreibt sehr spannend und ist sehr ideenreich. Gleichzeitig ist er aber auch sehr detailtreu und das vor allem bei den Gewaltszenen. Alles wird ganz genau beschrieben und manchmal wĂŒrde man als Leser am liebsten einige Zeilen ĂŒberspringen. Mir ist aber durchaus bewusst, dass ohne die viele Gewalt, die Botschaft des Buches vielleicht nicht ganz klar rĂŒbergekommen wĂ€re und es sich nicht wirklich von dem Peter Pan MĂ€rchen hĂ€tte abheben können. Aber es ist dennoch nicht etwas fĂŒr jedermann und ich kann mir gut vorstellen, dass die Gewalt in dem Buch einige Leser so sehr abschreckt, dass sie es beiseite lesen.

Kommen wir zu den Charakteren und an der Stelle möchte ich Brom mein vollsten Respekt bekunden. Die Figur die er mit Peter erschaffen hat, ist wirklich unglaublich. Ich habe selten einen so zwiespĂ€ltigen und gleichzeitig so realistischen Charakter erlebt. Man konnte sich beim lesen durchaus vorstellen, dass Peter jeden Moment vor einem steht und einen mit seinem charismatischen Blick anlĂ€chelt. Charisma. Genau dies macht Peter aus und das hat Brom wunderbar rĂŒbergebracht. Der Leser weiß ganz genau, dass Peter keinerlei Moral besitzt. Das er gnadenlos und brutal sein kann. Und trotzdem hat Peter auf den Leser die gleiche Wirkung wie auf seine Teufel. Er ist einfach unglaublich faszinierend. Ich konnte Peter wirklich nicht verabscheuen, trotz seinen grausamen Taten. Genau so einen tiefgrĂŒndigen, vielschichtigen und realistischen ‚Held’ wĂŒnsche ich mir fĂŒr alle Romane.

Die anderen Charaktere erscheinen neben Peter ein wenig bleich. Sie sind durch die Reihe allesamt faszinierend und spannend. Alle haben ihre SchwĂ€chen und selbst die Herrin der See ist nicht so perfekt wie man denkt. Es gibt Charaktere, die einem unheimlich sind und Charaktere, deren Wandlung man nicht vorhergesehen hat. Der KapitĂ€n und die Hexe Ginny haben mich am Ende beide auf ihre eigene Art erstaunt. Meine ganz persönlichen Lieblinge waren aber die Teufel. Ich hĂ€tte ĂŒber einige gerne mehr erfahren und habe mich immer gefreut wenn sie zum Einsatz kamen. Besonders Sekeu, Abraham und Blutrippe hatten es mir angetan.

Zu Nick, der zweite Hauptcharakter neben Peter, konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen. Ich schÀtze man ist entweder auf der Seite von Peter oder auf der von Nick. Bei mir war Peter ganz klar der Favorit. Nichtsdestotrotz war Nick ein sehr interessanter Charakter, ohne den der Roman so in seiner Art nicht funktioniert hÀtte.

Das heimliche Highlight des Romans war fĂŒr mich ganz klar, die Aufmachung des Romans und die Zeichnungen des Autors. Das Cover spiegelt die AtmosphĂ€re des Buches wunderbar wieder und die Zeichnungen hĂ€tte ich nicht missen wollen. Ich habe mich immer ĂŒber die Bilder zu Anfang jedes Kapitels gefreut, aber noch besser waren natĂŒrlich die Farbzeichnungen in der Mitte des Romans. Ich habe immer wieder gestaunt, wie unglaublich klasse Brom malen kann und habe diese Zeichnungen mehr als einmal, wĂ€hrend dem lesen, angeschaut, um die Charaktere so vor Augen zu haben, wie sie sich der Autor vorgestellt hat.

Obwohl „Der Kinderdieb“ fast schon abschreckend dĂŒster und brutal ist, möchte ich diesen Roman doch jedem empfehlen, den detailtreue Gewaltbeschreibungen nicht AlbtrĂ€ume bereiten. Ich habe selten einen so charismatischen ‚Helden’ wie Peter erlebt und schon alleine deshalb sollte man den „Kinderdieb“ unbedingt einmal gelesen haben. Davon ab bietet das Buch eine ganz andere Form des Peter Pan MĂ€rchens. Doch gerade durch das Nachwort von Brom erscheint es auf einmal gar nicht so abwegig, dass Peter tatsĂ€chlich eher dem Ideal Broms entspricht. Die Story ist spannend und fesselnd, wenngleich sie immer wieder abschreckend auf den Leser wirkt, kann man doch nicht von dem Buch ablassen und erlebt so einige dĂŒstere Lesemomente, die sich durchaus lohnen.

"Er sah zu den Sternen hinauf, und ein verschlagenes LĂ€cheln ließ sein Gesicht erstrahlen. „Zeit fĂŒr ein Spielchen“, flĂŒsterte er und blinzelte ihnen zu.
Die Sternen blinzelten zurĂŒck, weil Peters LĂ€cheln einfach unglaublich ansteckend war."

FAZIT
„Der Kinderdieb“ ist die dĂŒstere und brutale Geschichte ĂŒber Peter Pan, wie es sie zuvor nie gab. Es die spannende Alternative zu dem berĂŒhmten MĂ€rchen von James M. Barrie, die man durchaus mal gelesen haben sollte. Die Geschichte scheint manchmal einem lebendigen Albtraum zu Ă€hneln und ist deshalb nur eingeschrĂ€nkt zu empfehlen.

NOTE
7 / 9 Punkten


Peter, ein goldaeugiger Junge mit spitzen Ohren, zieht durch die Strassen New Yorks, um verlorene Kinder zu retten. Nicht ganz uneigennuetzig bringt er diese durch den gefaehrlichen Nebel an einen geheimen Ort - den Teufelswald auf der Insel Avalon. Hier ist er Anfuehrer der Teufel, einer Meute wilder Menschenkinder, die im Teufelsbaum zu geschickten Kaempfern ausgebildet werden. Hier haben die Kinder nicht nur eine Aufgabe sondern lernen auch, was es heisst eine Gemeinschaft zu sein und zusammen zu halten. Im Laufe des Buches wird diese Gemeinschaft schweren Herausvorderungen gegenuebergestellt und immer wieder wird das Vertrauen der Kinder untereinander hart auf die Probe gestellt. Das ein Leben mit Magie, die auf Avalon in jedem Baum, Strauch, Gewaesser und Lebewesen herrscht, garnicht so einfach ist merken die Kinder sehr schnell, da diese ebenfalls von boesen Maechten zur Manipulation ihres Tuns missbraucht werden kann. Neben dem Teufelsclan lebt noch die Dame Modron mit ihrem Zaubervolk in Frieden auf der Insel Avalon bis zu dem schrecklichen Tag, an dem die Fleischfresser mit ihren Schiffen an der Kueste vor Anker gehen. Zu aller Schrecken wird es immer deutlicher - es sind Erwachsene, gegen die jegliche Magie machtlos ist. Die Fleischfresser beginnen den Zauberwald abzubrennen und damit das Leben der Dame Modron zu bedrohen. Ein spannender, atemraubender Kampf entbrennt - werden Peter und seine Freunde die Dame Modron und damit Avalon retten koennen? Dies wird an dieser Stelle nicht verraten, da sich niemand einen so phantasievollen, haarstraeubend-spannenden Roman entgehen lassen sollte. Inspiration zu Geschichte und Charaktaeren fand der Autor unter anderem in schottischen Maerchen, Mythen und Legenden.


„Nichts bringt mehr Freude in die Bude als umherspritzende Innereien“ (Brom in seinem Nachwort)

Zugegeben: der Satz ist jetzt komplett aus dem Kontext gerissen – aber beim Lesen von „Der Kinderdieb“ ĂŒberkommt einen manchmal das GefĂŒhl, dass dieser Satz nicht ganz so ironisch gemeint ist, wie er prĂ€sentiert wird.

Peter hat sein Zuhause in Avalon gefunden, dem letzten magischen Ort auf der Welt. BeschĂŒtzt wird dieser Hort des ÜbernatĂŒrlichen fĂŒr gewöhnlich von der „Dame“, aber sie wird zusehends schwĂ€cher und „Fleischfresser“ bedrohen die Idylle von Avalon. Um das Sterben des magischen Ortes zu verhindern, kehrt Peter immer wieder in das New York der Gegenwart zurĂŒck: auf der Suche nach ausgestoßenen und verlorenen Kindern. Diese ĂŒberredet er dann, mit sich nach Avalon zu kommen und verspricht ihnen ein besseres Leben.

Als er auf den 14jĂ€hrigen Nick stĂ¶ĂŸt, der Probleme mit Drogendealern hat, ist ihm das Potential des Jungen sofort bewusst. Nick und Peter sind sich in vielerlei Hinsicht Ă€hnlich aber allzu oft auch genau gegensĂ€tzlich.

Kurz nachdem Nick dem Kinderdieb bis nach Avalon gefolgt ist, wird ihm klar, dass die Kinder dort von Peter ausgebildet werden – um zu kĂ€mpfen


Wir alle kenne wohl die Geschichte von Peter Pan, dem Jungen der niemals erwachsen werden wollte. Aber abgesehen von der kinderfreundlichen Disney-Version: wie kann die Geschichte wirklich aussehen?
Brom schafft es die bekannte Geschichte James Matthew Barries ganz neu zu erzĂ€hlen und unter Anderem mit Elementen der irischen Mythologie zu verknĂŒpfen. Peter ist nicht bloß ein liebenswerter Junge, der schlecht behandelt wurde und nun fĂŒr seine Freiheit kĂ€mpft, nein, er ist auch unberechenbar, brutal und rĂŒcksichtslos.

Es hat mich gerade auf den letzten 200 Seiten fasziniert, wie Brom sich mit dem Aspekt der Schuld befasst. Wer ist Schuld am Zerfall Avalons? Wie sieht es mit der persönlichen Schuld jedes Einzelnen aus? Ganz klar, geht das Buch unter die OberflĂ€che eines einfachen Unterhaltungsromans und regt auch zum Nachdenken an. Nicht jeder, der zu Anfang wie der große Held aussah, kann diesem Image bis zum Ende gerecht werden und diejenigen, die zunĂ€chst wie das personifizierte Böse wirkten, gewinnen plötzlich an Sympathie. Genau wie manchmal im wahren Leben also – nur viel spannender und mitreißender verpackt.

Besonders im GedĂ€chtnis geblieben ist mir dabei der passende Satz: „Beide Seiten waren vor Angst und Hass aufeinander so verblendet, dass sie nicht einmal merkten, dass sie eigentlich das Gleiche wollten [
]. Was fĂŒr ein Irrsinn!“

Ich kann nur jedem empfehlen dieses wunderschöne, vielschichtige Buch zu lesen! Einzige Vorraussetzung: ein starker Magen, da wirklich hÀufig Innereien durch die Gegend fliegen.


Unter Peter Pan stellt man sich normalerweise einen netten kleinen Jungen in einem grĂŒnen KostĂŒm vor, genau wie in den Disneyfilmen.
Doch Brom faszinierte immer die dunklere Seite des Peter Pan ,die man im Buch von James Barrie erahnen konnte.
Deshalb ließ er sich ,genau wie einst Barrie, von schottischen Sagen und Legenden inspirieren und heraus kam seine eigenen Version von Peter Pan : „Der Kinderdieb“

Peter ist besorgt, denn die Insel Avalon wird von den Fleischfresser ,einst Menschen, die sich auf der Insel jedoch in Monster verwandelten, zerstört.
Darum bemĂŒht er sich so schnell wie möglich neue Kinder fĂŒr seine Armee ,die Teufel, „zurekrutieren“, um die Dame, Herrscherin ĂŒber Avalon zuschĂŒtzen.
Eines Tages findet Peter Nick, der von Zuhause weggelaufen ist, um vor einem ĂŒblen Drogendealer zufliehen.
Peter kann ihn ĂŒberreden ihm durch den Nebel, der von der Dame erschaffen wird, zufolgen.
Er bringt ihn zum Teufelsbaum, der Heimat der Teufel , wo Nick erfÀhrt, dass es allen Kindern hier Àhnlich oder schlimmer wie ihm ergangen ist, auch merkt er, dass Peter von ihnen als Erlöser verehrt wird, wÀhrend Nick immer misstrauisch bleibt.
Bald darauf kommt es auch schon zur ersten Auseinandersetzung mit den Fleischfressern, die die Teufel fĂŒr sich entscheiden können.
Doch es gelingt den Fleischfressern wenig spÀter bis zur Dame vorzudringen und sie Gefangenzunehmen.
Der sehr geschwÀchten Dame gelingt es nicht, den Nebel weiter aufrecht zu erhalten und alle möglichen fantastischen Kreaturen gelangen in die Wirklichkeit.
Es kommt zum endgĂŒltigen Kampf mitten in New York

Ich habe das Buch im Großen und Ganzen mit viel Spannung gelesen ,aber hĂ€ufig wurde sie von der beschriebenen Gewalt ĂŒberdeckt, weshalb ich den "Kinderdieb" erst Jugendlichen ab 15 Jahren empfehlen wĂŒrde.
Besonders gefallen haben mir die Zeichnungen, die sich durch das ganze Buch ziehen.
Allerdings gibt es in diesem Buch fĂŒr meinen Geschmack zu viel BrutalitĂ€t und zu viele Intrigen, aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu weich beseitet ; )


Broms „Der Kinderdieb“ erzĂ€hlt die Geschichte Peter Pans neu. Vorbei ist es mit der romantischen Kindergeschichte, Gewalt und der Kampf ums Überleben stehen auf der Tagesordnung.
Die verlorenen Kinder unserer RealitĂ€t, Gewaltopfer und EinzelgĂ€nger werden von Peter Pan gesucht, sondiert und in eine fremde Welt gelockt, ohne ĂŒber die Konsequenzen aufgeklĂ€rt zu werden. Doch wenn sie es merken, gibt es bereits kein ZurĂŒck mehr.
Nick ist so ein verlorenes Kind und Peter tritt in sein Leben als er, in die Enge getrieben von den SchlÀgern eines Drogendealers, dem Tod ins Auge sehen muss.
Obwohl ihm sein Retter nicht ganz geheuer ist, folgt Nick ihm und ist fĂŒr die freundschaftlichen BemĂŒhungen Peters empfĂ€nglich.
In Avalon (Broms Version von Nimmerland) lĂ€sst Peter Nick bei den „Teufeln“ zurĂŒck, Peters Kampftrupp gegen die Fleischfresser. Doch nicht nur die Fleischfresser sind gefĂ€hrlich, denn schon bei der Nahrungssuche lauert der Tod...
Der grausamen Gegenwart gegenĂŒber wird Peters Geschichte erzĂ€hlt, wie er aufwuchs, warum er Erwachsene verabscheut und wie er zum Kinderdieb wurde. Viele HintergrĂŒnde und die Geschichte Avalons werden erlĂ€utert, die Bewohner der Insel vorgestellt und die Ursachen fĂŒr den schleichenden Untergang dieser fabelhaften Welt betrachtet.

Diese Version der Peter Pan Geschichte ist eindeutig keine Geschichte fĂŒr Kinder, denn Gewalt, Gemetzel und Tod ziehen sich durch das gesamte Buch.
Die vielen KĂ€mpfe werden blutig und unverblĂŒmt geschildert. Aber auch die schönen Seiten Avalons und die Wesen, die dort leben, werden detailliert und liebevoll beschrieben.
Die Figuren sind vielschichtig und gut herausgearbeitet. Innere Konflikte der Hauptfiguren lassen sich gut nachvollziehen und lassen sie echt wirken. Dabei macht es keinen Unterschied, auf welcher Seite die beschriebene Person steht. In gewisser Weise kann man fĂŒr alle GefĂŒhle entwickeln, Wut ĂŒber ihre Handlungen empfinden und einfach mitfiebern.
Untermalt werden die geschilderten Schrecken durch Zeichnungen an den KapitelanfĂ€ngen und im Mittelteil des Buches. Die Zeichnungen stammen ebenfalls vom Autor und entsprechen den Beschreibungen im Text, sie sind eine Bereicherung fĂŒr dieses Buch.
Der Kinderdieb lĂ€sst sich gut lesen, die „LĂ€ngen“ sind mir nicht aufgefallen, da ich mich auch sonst sehr fĂŒr Peter Pan interessiere und die verschiedenen Interpretationen und Zusatzgeschichten zum Original mag.
Empfehlen möchte ich dieses Buch jedem Fantasy-Freund, der kein Problem mit dem Mehr an BrutalitĂ€t hat. Vom Alter her wĂŒrde ich sagen 16+, wobei es hier im speziellen auf die einzelne Person ankommt.


Die etwas andere Geschichte des Peter Pan.Vergiss das MĂ€rchen-erlebe das Abenteuer.

Die Geschichte beginnt mit einem kleinen MĂ€dchen welches vom Vater sexuell missbraucht wird. Das MĂ€dchen hat kaum Rettung vor den Qualen die ihr der Vater antut. Da erscheint erstmals Peter und rettet das MĂ€dchen vor dem grausamen HĂ€nden des Vaters. Er nimmt das MĂ€dchen daraufhin mit auf eine Insel wo es angeblich keine Erwachsenden gibt, sie immer jung bleiben kann,einen magischen Ort, dieser Ort ist Avalon.
Das MĂ€dchen willigt ein und geht freiwillig mit Peter durch den Nebel, welches Avalon von der Menschenwelt trennt.

Nick ein weiterer Junge lebt im Haus seiner Großmutter, mit seiner Mom. Im Haus lebt auch Marcus und seine Gang, verticken Drogen, schlagen, randalieren und nehmen sich Nick vor, der ihnen ins Handwerk fuschen möchte. Als er die Drogen von der Gang klaut muss er fliehen und wird zum Ausreißer. Peter findet ihn und stellt ihn in Aussicht dem allen hier zu entfliehen um nach Avalon mitzukommen, diesem magischen Ort, der voller Zauber stecken soll. Nick willigt ein und geht mit Peter durch den Nebel.

Nick landet auf der Insel, die so ganz anders ist als wie er sich das vorgestellt hat. Lauter unheimliche Wesen, die Welt ist am sterben. Menschlinge, die so genannten Fleischfresser zerstören Avalon und ein Krieg beginnt....

Das Buch ist fantastisch gut geschrieben, es wird immer aus der Sicht von Peter und Nick hin und her gewechselt. Man erfĂ€hrt warum Peter anders ist, als all die anderen Kinder. Seine Vergangenheit ist unglaublich tragisch, gleichzeitig aber auch sehr spannend erzĂ€hlt. Stellenweise hatte ich doch auch Probleme mit den ganzen Grausamkeiten, dem vielen Blut, den aufgespießten Köpfen und viele andere schlimmen Sachen ,das es mir sehr schwer fiel weiterzulesen.
Aber es hat sich gelohnt es bis zum Ende durchzuziehen, ich kann es nur hartgesottenen Lesern empfehlen und vor allem auch Leser die bis zum Schluss dranbleiben.