Buchbotschaften
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Klappentext:
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Ferienaufenthalt auf dem Land werden, aber was die Geschwister Tyler und Lucinda auf der geheimnisvollen Tierfarm ihres Onkels erleben, übersteigt jede Vorstellungskraft.
Der erste Band einer spannenden Fantasy Serie von Bestsellerautor Tad Williams und Deborah Beale.
Meine Rezension:
Das Buch "Die Drachen der Tinkerfarm" von den Autoren Tad Williams und Deborah Beale ist ein sehr spannende Geschichte, bei der der Leser in ein Reich der Fantasy entführt wird. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt sehr gut voran beim lesen.
Am Anfang ist es etwas langatmig, da erst mal alle Protagonisten und Fabelwesen vorgestellt werden. Danach wird es dann aber gleich richtig spannend und der Leser wird in den Bann des Buches gezogen.
Es gibt neben den Geheimissen die sich um die Tinkerfarm drehen noch ein weiteres großes Geheimnis. Es befindet sich eine weitere unbekannte Welt innerhalb der Tinkerfarm. Dort erlebt Tyler auch für kurze Augenblicke spannende Geschichten und entdeckt auch jemanden, der als vermisst geglaubt wird.
Nach und Nach werden die Protagonisten Tyler und Lucinda in die vielen Geheimisse und Machenschaften eingeweiht oder besser gesagt, sie finden es selbst heraus warum die Farm nicht von anderen entdeckt werden darf. Bis zum Ende der Sommerferien konnte nicht alle gelöst werden und man bekommt schon richtig Lust auf die Fortsetzung der Geschichte.
Der Leser fiebert während der ganzen Geschichte mit den Protagonisten mit und möchte auch alle Geheimisse erfahren. Besonders gelungen ist auch die liebevolle Buchgestaltung. Am Anfang eines jeden Kapitels sind detaillierte Bilder zu sehen und diese passen super zum auffälligen Cover des Buches.
Die Geschichte hat mich total gefesselt und ich konnte einfach nicht aufhören mit dem Lesen, da ich gerne einige Antworten auf die Geheimisse der Farm erfahren wollte. Da noch nicht alles geklärt ist am Ende des Buches bin ich schon total gespannt auf die Fortsetzung.
Fazit:
Für alle die auf Fantasy stehen ist diese Buch genau das richtige, es ist spannend und geheimnisvoll geschrieben. Man kann einfach nicht von los lassen. Den zweiten Teil werde ich mir aufjedenfall auch besorgen um zu erfahren, wie es mit der Farm weiter geht.
Eine Farm voller Fabelwesen ist sicher keine neue Idee auf dem Jugendbuchmarkt, dem Autorenduo aus Tad Williams und seiner Ehefrau Deborah Beale gelingt mit "Die Drachen der Tinkerfarm" allerdings ein sehr schöner Auftakt der neuen Serie. Ein bisschen erinnert das Konzept an das gleichfalls gute "Fabelheim" von Brandon Mull: Kinder kommen auf eine Farm und stellen nach kurzer Zeit fest, dass sich dort gar keine Kühe, Schweine und Hühner tummeln, sondern Fabelwesen, in diesem Fall sogar Drachen.
Trotz der wenig innovativen Idee gelingt dieses Buch letztlich, denn man spürt mit jeder Zeile, dass hier erfahrene Schreiber am Werk waren, die wissen, wie man eine Geschichte spannend und progressiv erzählt, die sich mit Sprache auskennen und den Interessen ihrer jungen Zielgruppe. Das Buch eignet sich problemlos für Kids ab elf oder zwölf Jahren. Es bietet gewaltfreie Familienunterhaltung mit Spaß, sympathischen Figuren und einem dicken Schuß Fantasy. Am Ende gelingen dann mit Zeitreisen sogar noch unerwartete Wendungen, die dem Buch einen neuen Blickwinkel verleihen und die Tinkerfarm zu erklären versuchen. Auch merkt man, dass dies nicht das letzte Abenteuer von Lucinda und Tyler auf der Tinkerfarm gewesen ist.
Für junge und jung gebliebene Fantasy-Fans ab 12 Jahren hält dieses Buch alles bereit, was das Herz begehrt. In bekannter Tad Williams Manier gelingt es dem Autorenduo, eine abenteuerliche Geschichte zu präsentieren, die verzaubert! Drachen und Einhörner, Zeitreisen und seitenweise Geheimnisse – das sollte man sich nicht entgehen lassen.
Allgemeine Infos:
Mit "Die Drachen der Tinkerfarm" liegt der erste Band einer neuen Fantasyreihe des Bestsellerautors Tad Williams vor. Im Gegensatz zu seinen anderen Werken "Otherland" oder "Osten Ard" spricht die Tinkerfarmreihe, die er zusammen mit seiner Frau Deborah Beale schreibt, ein deutlich jüngeres Publikum an. Geplant sind 5 Bücher, und die erste Fortsetzung soll in diesem Herbst bei Klett-Cotta erscheinen.
Das Cover zeigt eine wunderschöne in Blautönen gehaltene Nachtszene, auf der ein junges Mädchen auf einem Drachen fliegt. Die Schuppen des Drachen heben sich leicht von der glatten Oberfläche des Umschlags ab, was ich ausgesprochen schön und gelungen finde.
Inhalt:
Die Geschwister Tyler und Lucinda sollen die Sommerferien auf der Farm ihres Onkel Gideon verbringen. Wie langweilig! Weder haben sie jemals zuvor von diesem Onkel gehört, noch gehört für die beiden ein Farmaufenthalt zu ihrer Vorstellung von gelungenen Sommerferien. Sechs Wochen keine Computerspiele, keine Freunde, kein Shopping...
Doch dann kommt es ganz anders als erwartet. Auf der Farm wimmelt es nur so von sagenhaften Gestalten, und dabei sind Drachen und Einhörnern noch die kleinsten Geheimnisse, die auf dieser Farm verborgen sind. Auf der Tinkerfarm lauern Gefahren, die Tyler und Lucinda ihr Leben kosten könnten. Und diese Gefahren kommen nicht nur von außerhalb, nein, auch der Haushälterin Mrs. Needle ist nicht zu trauen.
Eigene Meinung:
Liest sich das Buch zu Anfang noch etwas langatmig - ich hatte das Gefühl Tad Williams braucht die ersten 150-200 Seiten nur dazu alle Protagonisten und Fabelwesen vorzustellen - gewinnt die Geschichte dann richtig an Fahrt. Tyler und Lucinda werden in Geheimnisse und Machenschaften verstrickt, die natürlich nicht alle bis zum Ende der Sommerferien gelöst werden können, so dass der Leser nun mit einer unbändigen Neugierde auf die Fortsetzung zurückbleibt ;o)
Durch die schillernden Figuren und den wissenschaftlichen Aspekt, der in die Erzählung eingebunden ist, ist dieses Buch nicht nur für jüngere Leser interessant, sondern für alle Leser von gut erzählten Geschichten und Märchen. Mir persönlich hat besonders gut die eingebundene Homage auf "Der Zauberer von Oz" gefallen. So vergleichen die Kinder Tyler und Lucinda Personen der Farm mit der Vogelscheuche oder der Hexe des Westens - wen, das muss man schon selbst beim Lesen herausfinden ;o), die Munchkins finden Erwähnung, und mit Zaza gibt es sogar einen geflügelten Affen auf der Farm! Allerdings hat Zaza ein sympathisches Wesen im Gegensatz zu ihren Vorbildern, den geflügelten Affen der bösen Hexe des Westens. Gerade diese Zitate eines berühmten Klassikers der Fantasyliteratur haben dieses Buch für mich als erwachsenen Leser und Fan des Zauberers von Oz besonders lesenswert gemacht.
Fazit:
Wenn der Folgeband der Drachen der Tinkerfarm von Anfang an so mitreißend erzählt ist wie dieses Buch ab der zweiten Hälfte, dann verleihe ich einen ganzen Sternenhimmel ;o)
Tad Williams ist in der Phantasie-Literatur eine nicht mehr wegzudenkende Größe. Hier schreibt er jetzt mit seiner Frau Deborah Beale ein Buch für Kinder und Jugendliche.
Tyler und Lucinda werden von einem unbekannten Großonkel auf dessen Farm eingeladen. Genervt sehen die beiden langweiligen Ferien auf dem Lande entgegen. Doch alles ist auf dieser Farm anders als es scheint. Da gibt es Drachen, Einhörner und viele Geheimnisse zu entdecken...
Dieses Buch ist für mich wirklich ein Buch für Kinder. Die Autoren nehmen sich sehr viel Zeit, um die unterschiedlichen Fabelwesen vorzustellen, die auf der Farm leben. Es dauert sehr lange, bis das Buch in Fahrt kommt. Es gibt viele Andeutungen und manche Figuren sind schon recht mysteriös angelegt, doch so richtig gruselig ist es, zumindest für einen Erwachsenen, nicht.
Erst gegen Ende gewinnt das Buch an Fahrt. Einige Fäden laufen zusammen, die Handlung wird dichter und es kommt Spannung auf. Doch dann ist das Buch auch schon zu Ende und dem Leser wird klar, dass dies der erste Teil einer Serie ist, denn zu viele Handlungsstränge bleiben ungelöst. Für erwachsene Leser müssten die nächsten Teil jedoch mehr bieten. Für Kinder ist es aber ein sehr schönes Buch.
Tyler und Lucinda, Geschwister mitten in der Pubertät, die derzeit recht wenig Sympathie füreinander aufbringen können, müssen die Sommerferien bei ihrem Onkel Gideon auf dessen Farm in Standard Valley verbringen. Die Freude darauf ist relativ gering, denn zum einen geht es ihnen gegen den Strich, dass ihre Mutter währenddessen in die Singleferien fährt, und zum anderen hatten sie bis zum Tag der Einladung auf die Farm noch nie von diesem Onkel gehört. Sie sehen sich schon zur Kinderarbeit auf der Farm versklavt, als sie mit gemischten Gefühlen ihre Reise nach Standard Valley antreten. Vor Ort entdecken sie alsbald, dass es um keine gewöhnliche Farm handelt, auch wenn ihr Name, "Ordinary Farm", diesen Eindruck erwecken will. Normale Nutztiere sind hier nämlich nicht zu finden, dafür aber Drachen, Einhörner, Basilisken, sogar ein fliegender Affe und viele andere fantastische Tiere. Doch es gibt einen drohenden Schatten, der die Farm bedroht und all ihre Geheimnisse aufdecken und nutzen will.
"Die Drachen der Tinkerfarm" sind der wunderbarer Auftakt einer neuen Reihe von Tad Williams und seiner Frau für jüngere Leser. Auch wenn alles etwas kindgerechter und "harmloser" ist, als man es von ihm gewohnt ist, spürt man deutlich seinen Einfallsreichtum und seine Handschrift. Einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch viel zu dünn ist für all die Ideen, die hier Einzug gefunden haben. Drachen, Einhörner, viele Fabelwesen, eine böse Hexe, eine Dimensionenspalte, Zeitreisen, eine auf tragische Weise verschwundene Frau, ein Zauberspiegel... das alles hätte gut und gerne in mehrere Bände gepasst. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht!
Als eingefleischter Tad Williams Fan musste ich natürlich auch dieses Buch mein eigen nennen und möglichst schnell lesen. Es war allerdings gut sich vorher schon darauf einzustellen, dass hier ein Buch für jüngere Leser - Teenager - vorliegt, die Schreibweise also schön aber jugendtauglich ist. Auch die Handlung spiegelt dies wieder, ob sich im Laufe der Folgebände hier eine Entwicklung ergibt wird man sehen müssen. Die Hauptcharakter sind so beschrieben, dass man sie für symphathisch und glaubwürdig hält, die Tinkerfarm mit all ihren Bewohnern und Facetten gefiel mir sofort ausnehmend gut. Die kleinen und großen Aha-Erlebnisse des Lesers machen das Buch zu einer angenehmen und leicht zu lesenden Lektüre.
Aber wie gesagt, Erwachsene sollten dieses Buch nicht mit Williams Drachenbeinthron oder Otherland vergleichen. Es handelt sich hier um sehr gute Jugendliteratur mit wunderschöner Aufmachung.
Die Drachen der Tinkerfarm
Schon der Buchumschlag hat mich neugierig auf das Buch gemacht, und ich fand ihn sehr beeindruckend.
Ein Mädchen, das auf einem riesigen Drachen reitet!
Wunderschön, einfach faszinierend!
Das Beste ist allerdings, dass das Buch auch hält was es verspricht:
Ein Buch voller Angst, Action, Abenteuer und Freundschaft!!!
Schon von Anfang an fiebert man mit den Hauptpersonen Linda und Tyler mit. Die beiden Hauptpersonen sind sehr unterschiedlich und doch halten die beiden Geschwister wenn es drauf ankommt immer fest zusammen!
Meiner Meinung nach, ist das Buch absolut lesenswert! Sowohl für Jungen als auch für Mädchen, denn es hat sogar meinem Bruder gefallen, der drei Jahre jünger ist und eigentlich absolut nichts vom Lesen hält!
Mit einiger Verspätung hat auch mich das Buch erreicht. Hier nun meine Rezension. :-)
Inhalt:
Tyler und Lucinda sind nicht begeistert, als sie in den Ferien einen entfernten Verwandten auf seiner Farm in Kalifornien besuchen sollen. Toll, den ganzen Urlaub Kuhmist riechen, Hühner füttern und wahrscheinlich auch noch ohne Strom auskommen. So stellen sich die Geschwister das Leben auf der Farm vor.
Doch es kommt ganz anders als gedacht. Von wegen Kühe und Hühner. Auf der Farm gibt es echte Drachen, dazu auch noch Einhörner, einen fliegenden Affen und anderes ungewöhnliches Getier. Doch bis sie das alles herausfinden, dauert es eine ganze Weile und selbst dann will Onkel Gideon nicht damit rausrücken, wo die Tiere herkommen und was das größte Geheimnis der "gewöhnlichen" Tinkerfarm ist ...
Meine Meinung:
Ich bin absolut begeistert von "Die Drachen der Tinkerfarm".
Tad Williams und seine Frau Deborah Beale haben hier eine fantastische Welt erschaffen, die den Auftakt zu einer Reihe mit geplanten fünf Bänden bildet. Leider wird es noch ein Jahr dauern, bis der nächste Band der Reihe erscheint. Zwar ist das Buch in sich abgeschlossen, doch es macht eindeutig Lust auf mehr!
Wer wie ich zuvor schon andere Bücher von Tad William gelesen hat, wird den Erzählstil wiedererkennen, der es versteht den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Ergänzt wird dies nun durch geradezu märchenhafte Elemente und die Kunst Spannung ohne Blutvergießen aufzubauen. So ist "Die Drachen der Tinkerfarm" schon für Leser ab ca. 10 Jahren zu empfehlen, wird aber bei Lesern aller Altersklassen für Begeisterung sorgen.
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Geschwister Tyler und Lucinda, die entfernt mit dem Besitzer der Tinkerfarm verwandt sind. Da besonders Tyler in diesem ersten Band der Reihe noch recht jung ist, ist eine Entwicklung der Reihe über fünf Jahre hinweg gut möglich. Ich bin bereits sehr gespannt, welche Veränderungen die Kinder in dieser Zeit durchmachen werden.
Viele Fragen sind noch offen und für mich ist bisher nicht erkennbar, wer hier wirklich das Wohl der Farm im Sinn hat und wer ihr böse gesinnt ist. In dieser Hinsicht wird also alles für eine erfolgreiche Fortsetzung der Reihe geboten. Gerade die Figuren sind es hier, die zum Nachdenken anregen und Spekulationen freien Lauf lassen.
Mit liebevollen Details wird die Tinkerfarm beschrieben und die unterschiedlichen Tiere und Bewohner. Auch die schönen Zeichnungen tragen dazu bei, diese fantastische Welt bildhaft vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen!
Wäre ich nicht vorher schon ein Fan von Tad Williams gewesen, so hätte mich nun spätestens dieses Gemeinschaftswerk mit seiner Frau überzeugt.
Fazit:
Märchenhaft und wunderschön - für alle Alterklassen.
LG
silkedb
Ohhhhhhhhhh wie langweilig! Tyler und Lucinda müssen die Sommerferien auf der Farm ihres Onkels Gideon verbringen.Keine Computerspiele, keine Freunde, keine Eisdielen: sechs Wochen nur Kühe, Schafe, Pferde und Schweine - das meinen sie jedenfalls.
Doch schon bald entdecken sie, dass auf dieser Farm im gottverlassenen Standard Valley nichts ist wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.Das Brüllen aus der Scheune stammt nicht von einer Kuh, sondern von einem Drachen.Das donnernde Hufgetrappel im Tal? Einhörner!
Ein Haufen eigenartiger Knechte und Mägde, unverständliche Sprachen und magische Kräfte halten sie in Atem.Hinter dem, was zuerst noch nach einem harmlosen Abenteuer aussah, lauern dunkle Geheimnisse längst vergangener Zeiten.
Werden die beiden Geschwister ihren Onkel und seine Farm zu retten können? Das Leben der beiden steht auf dem Spiel.....
Das Buch kann man nur empfehlen Spannung ohne Ende, und einen kurzen Trip in die Phantasywelt usw., da ist alles drin was ein Leserherz höher schlagen lässt.
Tad Williams & Deborah Beale
Die Drachen der Tinkerfarm
Roman, Klett-Cotta
Hardcover, 2009
380 Seiten, Euro 19,90
ISBN-13: 978-3-608-93821-0
Die Geschwister Lucinda und Tyler verbringen die Ferien auf der Tierfarm ihres Onkels Gideon. Was sie dort erwartet, übersteigt nicht nur ihre Fantasie, sondern wird auch zu einer Gefahr selbst. Sie entdecken ein Geheimnis, das niemals an die Weltöffentlichkeit dringen darf. Doch ein Geldhai will sich die Tinkerfarm unter den Nagel reißen, ohne zu ahnen, was es wirklich mit der Farm auf sich hat.
Ferien auf einer Farm, nichts langweiligeres können sich Lucinda und Tyler vorstellen. Und das nur, weil ihre Mutter in ein Single-Camp fahren will. Widerwillig setzen sich die Geschwister in den Zug nach Standard Valley und amüsieren sich über feuerspeiende Kühe, die in einem Buch ihres Onkels beschrieben werden. Als dann plötzlich ein geflügelter Affe am Zugfenster hängt, glauben sie ihrem eigenen Verstand nicht mehr. Doch das war noch längst nicht alles, was es zu entdecken gilt. Drachen, Einhörner, ein Faun und viele weitere Wesen gehören zum Repertoire der Tinkerfarm. Doch woher kommen all diese phantastischen Wesen, die es doch nicht geben dürfte?
Lucinda und Tyler sind genau diesem Geheimnis auf der Spur und stoßen auf Dinge, von denen sie nichts ahnten. Die Verwerfungsspalte ist laut ihrem Onkel Gideon das größte Geheimnis der Farm, doch es scheint noch finstere Geheimnisse zu geben, von denen selbst ihr Onkel nichts weiß. Auf zumindest eines davon stoßen die Geschwister und müssen um ihr Leben fürchten, denn nicht jedes Wesen auf der Farm ist ihnen freundlich gesonnen. Manch eines flicht perfide Pläne, wozu, das ist noch unbekannt.
Mit sprühender Fantasie schildert Williams ein Abenteuer, das genau die richtige Dosis an Geheimnis, Abenteuer und Fantasie besitzt, ohne zu ideenarm oder überladen zu wirken. Es ist ein spannendes und leicht erzähltes Abenteuer, es reißt aber auch unerbittlich den Leser mit.
Eine der größten Faszinationen ist sicherlich die Frage nach der Geheimhaltung der Fabelwesen, denn in der „normalen“ Welt ist von den wahren Zuständen auf der Farm nichts bekannt. Das Schweigen der Arbeiter und weiterer Mitwisser ist eine Voraussetzung, doch das kann noch keine absolute Geheimhaltung gegenüber der Weltöffentlichkeit garantieren. Immerhin ist die Farm wie jede andere auf den Geldfluss angewiesen, müssen doch die Tiere versorgt und die Farm bewirtschaftet werden. Wie genau die komplette Geheimhaltung funktioniert, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn dann würde ich zu viel vorweg nehmen. Die ein oder andere Überraschung wird es als Offenbarung geben.
Viele Fragen werden angerissen und einige werden beantwortet, anderes wird nur angerissen und angedeutet. Das Eigentliche wird jedoch nicht verraten: Warum hat Gideon die Geschwister auf die Farm geholt? Die Aussicht auf Klärung großer Fragen lässt gespannt auf den nächsten Band warten, der im Herbst 2010 erscheinen wird.
Sprühende Fantasie und ungeahnte Wendungen bzw. Überraschungen machen das Abenteuer auf der Tinkerfarm zu einem Lesespaß für Jung und Alt. Tad Williams hat ein anrührendes Abenteuer geschaffen, das gerade durch die Nähe zur wirklichen Welt den Leser anspricht und suggeriert, die fantastische Welt könnte gleich nebenan verborgen sein.
„Die Drachen der Tinkerfarm“ bekommt 5 von 5 Sternen.