Buchbotschaften


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Das verbotene Eden ist ein wirklich tolles Jugendbuch, das den Leser von Anfang an zu fesseln vermag. Die Welt, die Thomas Thiemeyer erschaffen hat, ist erschreckend und aufregend zugleich. Die Geschichte, insbesondere die strikte Trennung der Geschlechter, ist wirklich einzigartig und ist interessant, sodass man stets mehr darĂŒber erfahren möchte und zum Weiterlesen animiert wird. Langeweile kommt also nie auf.

Der Schreibstil des Autors lĂ€sst sich sehr gut und flĂŒssig lesen. Die wechselnden Perspektiven zwischen MĂ€nnern, hauptsĂ€chlich David, und Frauen, meistens Juna, ist abwechslungsreich und ermöglicht einen Einblick in beide Geschlechter und ihre Gedanken. Es gelingt dem Autor kontinuierlich Spannung aufzubauen, wodurch man das Buch zum Ende hin kaum noch aus der Hand legen mag.

Besonders gelungen sind auch die einzelnen Charaktere, allen voran natĂŒrlich David und Juna. Dadurch, dass jeder von ihnen Teile der Geschichte erzĂ€hlt, kann man sie besser kennen lernen und verstehen.
Aber nicht nur die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, sondern auch die Nebenfiguren, wie z.B. der manipulative Inquisitor, der es manchmal sogar schafft durch sein Verhalten richtige Aggressionen hervorzurufen.

Interessant ist an der Geschichte natĂŒrlich auch die Rollenverteilung. Da MĂ€nner und Frauen sich hassen und eigentlich nichts miteinander zu tun haben wollen, gibt es zwischen ihnen auch keine (Liebes)Beziehungen mehr. Der Mensch ist und bleibt aber immer noch ein Wesen, dass sich nach Zweisamkeit sehnt, daher ist die gleichgeschlechtliche Liebe in der Welt von Thomas Thiemeyer etwas völlig normales und das Gegenteil, also eine Beziehung zwischen Mann und Frau, sogar verboten.
Dementsprechend ĂŒberraschend ist es auch fĂŒr die beiden Protagonisten David und Juna, dass sie GefĂŒhle fĂŒreinander entwickeln, obwohl sie selbst gleichgeschlechtliche Partner haben. Die Beziehung zwischen ihnen entwickelt sich aber leider etwas zu schnell und plötzlich, wenn man bedenkt, dass Beide das andere Geschlecht hassen sollten und sich ja gerade erst kennen gelernt haben.

FAZIT
Insgesamt ist Das verbotene Eden ein gelungener und außergewöhnlicher Trilogieauftakt, der mit neuen Ideen und einer spannenden Handlung ĂŒberzeugen kann. Die Geschichte unterscheidet sich stark von anderen JugendbĂŒchern und bietet damit eine willkommene Abwechslung. Mal sehen, was der Autor sich fĂŒr den nĂ€chsten Band noch alles so einfallen lĂ€sst.


Inhalt:
Vor 65 Jahren fĂŒhrte die Manipulation eines Impfstoffes dazu, dass sich zwischen Frauen und MĂ€nnern ein tödlicher Hass entwickelte. Nach dem Untergang der Zivilisation hausen die MĂ€nner nun in den Ruinen der alten StĂ€dte und verlassen sich auf die erhalten gebliebene Technik aus der zivilisierten Vergangenheit, wĂ€hrend die Frauen sich in der wilden Natur ein neues Leben aufgebaut haben, dessen gesellschaftliche Struktur keltisch anmutet. Nachkommen werden nur noch wenige gezeugt. Das VerhĂ€ltnis zwischen den verfeindeten Geschlechtern beschrĂ€nkt sich auf den Austausch lebensnotwendiger GĂŒter, der nach strengen Regeln ablĂ€uft. Doch die Zusammentreffen zwischen "Hexen" und "Teufeln" verlaufen immer gewalttĂ€tiger, Regeln werden gebrochen, Frauen geschĂ€ndet und Feinde im Kampf getötet. In dieser dĂŒsteren AtmosphĂ€re treffen die Kriegerin Juna und der Mönch David aufeinander und entdecken ĂŒber die gemeinsame LektĂŒre von Shakespeares "Romeo und Julia" GefĂŒhle fĂŒreinander, die eigentlich nicht sein dĂŒrfen.

Eigene Meinung:
Da Thiemeyers "Chroniken der Weltensucher" seit dem ersten Abenteuer zu meinen Lieblingsbuchreihen gehören, stand fĂŒr mich außer Frage, dass ich auch sein Erstlingswerk im Bereich dystopischer Literatur lesen muss.
Die Geschichte von David und Juna zeichnet sich nicht unbedingt durch große Spannung aus, eher durch die neuartigen Ideen, die Thiemeyer in das dystopische Genre einbringt und den stetigen Wechsel zwischen MĂ€nner- und Frauenlager, zwischen denen der ErzĂ€hlfluss hin- und herspringt und so die Neugier des Lesers stetig anheizt, wie es an der einen oder der anderen Front weitergeht.
Thomas Thiemeyer untermauert den großen Abgrund, der zwischen den beiden Geschlechtern herrscht, durch zwei völlig unterschiedliche Konzepte in der Entwicklung seit dem Zusammenbruch der Zivilisation.
WĂ€hrend sich die MĂ€nner hauptsĂ€chlich der noch vorhandenen Technik bedienen und mit Handfeuerwaffen im GepĂ€ck in Autos in die Schlachten Einzug halten, haben die Frauen sich auf die StĂ€rken der Natur zurĂŒckbesinnt. Sie kĂ€mpfen mit Pfeil und Bogen, mit Schwertern und ziehen auf Pferden in den Krieg. WĂ€hrend die MĂ€nner hier am Christentum festhalten, zeigen sich in der Entwicklung der Frauen eindeutig Anleihen an den keltischen Glauben. So ziehen die Krieger der MĂ€nner unter dem Namen der Heiligen Lanze in die Schlacht (Die Heilige Lanze (auch: Mauritiuslanze oder Longinuslanze) ist das Ă€lteste StĂŒck der Reichskleinodien der römisch-deutschen Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Zeitweise war sie das bedeutendste StĂŒck der Insignien. Ein Herrscher, der diese Lanze besaß, galt als unbesiegbar. Sie war das sichtbare Zeichen dafĂŒr, dass seine Macht von Gott ausging, dass er der Stellvertreter Christi war.), wĂ€hrend die weiblichen Kriegerinnen als Brigantinnen in den Kampf treten (Briganten = keltische Volksgruppe; Brigant von italienisch brigare, kĂ€mpfen, streiten; Brigantia = weibliche keltische Gottheit, der Name bedeutet "die Leuchtende" oder "die Erhabene"). Auch in der Namenswahl seiner Protagonisten fĂŒhrt der Autor diesen Unterschied fort, so tragen die MĂ€nner christliche Namen, die Frauen jedoch keltische oder heidnische.
Neben der romantischen Entwicklung einer zarten Liebe zwischen den beiden Hauptfiguren David und Juna, hat mich viel mehr die Liebe zum gedruckten Wort berĂŒhrt, die Thomas Thiemeyer in seinem Dystopie-Erstling zum Ausdruck bringt.
'Die BuchhĂ€ndlerin war ziemlich alt, sie saß hinter einem der TĂŒrme, die Nase tief zwischen zwei Buchdeckeln vergraben. Juna sah die wertvollen, in Leder gebundenen Werke vergangener Zeiten und fragte sich, was wohl darinstehen mochte und warum die Menschen ihnen damals, vor dem Zusammenbruch, so viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Das Aufregende war, dass sie tatsĂ€chlich keinen Zweck zu erfĂŒllen schienen. Seiten um Seiten nichts als bedrucktes Papier - was sollte das nutzen? Man konnte es weder essen noch damit kĂ€mpfen. BĂŒcher waren ein rundum verzichtbares Luxusgut.' (S.132)
Den Wert der BĂŒcher lernt der Leser zunĂ€chst ĂŒber David kennen, als dieser zusammen mit seinem Lehrer alte BĂŒcher nach verlorengegangenem Wissen aus der zusammengebrochenen Zivilisation durchforstet. Denn die erhalten gebliebenen BĂŒcher sind fast die einzigen Zeitzeugen, die noch Wissen aus der Vergangenheit bewahrt haben, das man sich wieder zunutze machen will bzw. muss. TatsĂ€chlich muss das vom Prinzip her sogar ein Rad neu erfunden werden, wenn solches Wissen im Laufe der Zeit verloren geht. Wer meint, dass es unglaubwĂŒrdig wirkt, dass eine Gesellschaft innerhalb von 65 Jahren Zugrunde gehen kann, empfehle ich die LektĂŒre von Goldings "Herr der Fliegen", da geht das noch viel schneller... Ich finde Thomas Thiemeyers dargestelltes Szenario erschreckend realistisch und konnte mich sehr gut in sein Zukunftsvision hineinversetzen.
Dass BĂŒcher nicht nur Wissen festhalten und weitergeben, erfĂ€hrt der Leser - und mit ihm Juna - schließlich wĂ€hrend Davids Gefangenschaft, als er aus Shakespeares zeitlos schöner Liebestragödie "Romeo und Julia" liest und mit Juna eine heimliche Zuhörern darin hat, die sich ĂŒber Shakespeares Geschichte auch so nach und nach die GefĂŒhle eingestehen kann, die sie verbotenerweise fĂŒr David entwickelt.
Auch wenn mich Thiemeyers Ideen und vor allem seine Charaktere faszinieren (dabei liefen fĂŒr mich manchmal sogar die Nebencharaktere David und Juna den Rang ab), so fehlte mir noch das Quentchen großer GefĂŒhle, um diesem Buch die volle Punktzahl zu verleihen. Wobei ich es als kein Scheitern ansehe neben dem großem englischen Lyriker und Dramatiker William Shakespeare den KĂŒrzeren zu ziehen ;) aber ich bin mir absolut sicher, dass Thiemeyer in den FolgebĂ€nden auch in dieser Hinsicht noch eine Schippe drauflegen kann, und lasse mir deshalb noch Platz nach oben hinsichtlich der Bewertung ;)
In den FolgebĂ€nden wird Thiemeyer nicht nur Variation in "Das verbotene Eden" einfließen lassen, indem er einen Wechsel hinsichtlich der Hauptfiguren vollzieht und im Abschlussband die verschiedenen HandlungsfĂ€den - u.a. des offen gestalteten Endes von "David und Juna" - zusammenfĂŒhrt. Er hat schon angedeutet, dass nach Shakespeares "Romeo und Julia" ein anderes Werk der Weltliteratur innerhalb der Geschichte eine Rolle spielen wird, und somit wird sich dieses Konzept wie ein roter Faden durch die Fortsetzungen ziehen.

Aufmachung des Buches:
Das Buch ist in die drei Teile "VermÀchtnis", "Verrat" und "Vergeltung" gegliedert, denen jeweils ein historisches Dokument vorangestellt ist, die aus der Zeit kurz vor den "dunklen Jahren" stammen und Einblick auf die damalige Gesellschaft kurz vor dem Zusammenbruch liefern.
Die Shakespeare-Zitate im Text folgen der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, ergĂ€nzt und erlĂ€utert von Ludwig Tieck.
Das Cover ist im Hintergrund grĂŒn hinterlegt mit der Landkarte aus den Vorsatzseiten des Buches, auf der man nach den Beschreibungen in der Geschichte die Stadt Köln und ihre Umgebung erkennen kann.
ZunĂ€chst konnte ich mich nicht mit der Darstellung von David und Juna auf dem Cover anfreunden, insbesondere da das Covermodell, das hier die Juna verkörpert, bereits auf sehr vielen Fantasycovern verwendet wurde, nach der LektĂŒre des Buches muss ich allerdings zugeben, dass die beiden sehr gut zu den Beschreibungen in der Story passen und sich mit meiner Vorstellung decken. Allerdings mag ich die von Thomas Thiemeyer selbstgemalten Cover der Weltensucher-Reihe trotzdem viel lieber ;)

Fazit:
Trotz der derzeitigen Schwemme an Dystopien auf dem Jugendbuchmarkt schafft Thomas Thiemeyer es beinahe mit dem Auftakt seiner Trilogie "Das verbotene Eden" dieses Genre neu zu definieren, da er mit dem Kampf zwischen den Geschlechtern eine völlig neue Thematik in diesem Sektor anspricht. Er kann sich zwar nicht selbst vom Thron stoßen, denn die "Chroniken der Weltensucher" rangieren bei mir doch vor seiner neuen Reihe, aber er hat mich definitiv am Haken und ich bin mehr als gespannt darauf, wie sich die Zukunft im verbotenen Eden fĂŒr David und Juna und die weiteren Helden dieser Trilogie entwickeln wird.
Wer die Kombination von Abenteuer, Zukunftsvisionen und Romantik liebt, sollte sich die neue Reihe von Thomas Thiemeyers nicht entgehen lassen!

Reihen-Info:
Das verbotene Eden 1: David und Juna
Das verbotene Eden 2: Logan und Gwen, erscheint voraussichtlich im August 2012
Das verbotene Eden 3: erscheint voraussichtlich im August 2013


Eden -David und Juna
Das Buch David und Juna, verfasst von ...Thiemeyer, spielt 65 Jahre nach unsere Zeit. Die Welt ist einem Virus verfallen, der Frauen und MĂ€nner zu Feinden macht und sich gegenseitig hassen lĂ€sst. In disr Welt leben David und Juna. David ist ein gewöhnlicher Mönch mit einer Leidenschaft zu den alten BĂŒcher. Juna ist die Tochter der Hohepriesterin Arkana und eine mutige KĂ€mpferin. Nicht nur David und Junas Leben ist klomplett unterschiedlich. MĂ€ner und Frauen leben komplett unterschiedlich. Die Frauen bekehren sich zurĂŒck auf die Natur und verbringen ihr Leben in Einklang mit dieser und den Göttern. Die MĂ€nner verlassen sc mehr auf Waffen und Autos und haben sich einer Art streng katholischen Glauben zugewandt. Noch halten sich beide Seiten ein ein EinverstĂ€ndinis, dass immer weniger eingehalten wird. In dieser Zeit treffen David und Juna auffeinander und verlieben sich. Wie sie Einfluss auf die Geschehnisse nehmen erzĂ€hlt ....Thiemeyer in seinem Buch.
Von Anfang an hat mich persönlich die Idee von Verfeindung von Frau und mann sehr fasziniert. ....Thiemeyer baut diese Idee sehr logisch auf und beschreibt diese sehr durchdacht, sodass ich nie an der Verfeindung geweifelt haben noch sie aus der Luft geholt fand. Die Welt die er erschafft ist real und erschreckend. FĂŒr Leser, die bsonders der Aufbau der Distopie interessiert, absolut empfehlensert.
Leider muss ich sagen, dass die Liebesgeschichte mich nie ganz in ihren Bann ziehen konnte. Es fehlt etwas Dialogen zwischen David und Juna selbst. Oft werden GesprĂ€che nur zusammengefasst und ĂŒbersprungen. Dies fand ich sehr schade, denn man hĂ€tte so viel mehr daraus machen können.
Insgesamt hat mir das Buch trotzdem gut gefallen, weil hier eben eine Möglichkeit aufgezeigt wird wie unsere Gesellschaft sich in Zukunft entwickeln könnte und diese ganz klar im Fokus des Buches liegt. NatĂŒrlich kommt die Spannung nicht zu kurz
lg Hiataxx


Inhalt: Die Welt, wie wir sie kennenn, existiert nicht mehr. 65 Jahre nach dem Ausbrechen eines mutierten Virus, wĂŒtet ein Kampf der Geschlechter auf der Erde. Frauen und MĂ€nner leben getrennt voneinander, verspĂŒren nur Hass fĂŒreinander und haben daher ein Abkommen getroffen, welches ein einigermaßen friedliches Nebeneinanderleben gewĂ€hrleisten soll. Mitten in dieser Welt lebt Juna, eine junge Frau, die in ihrem Clan zu einer Kriegerin ausgebildet wurde. Als Tochter der Hohepriesterin Arkana und als vollfertiges Mitglied des Frauenclans Glanmors hĂ€lt sie das Geschlecht des Mannes fĂŒr eine Ausgeburt der Hölle. Die MĂ€nner der Erde, die entgegen des Paktes, Dörfer ausrauben, Frauen vergewaltigen und grundlos morden, verstĂ€rken den Eindruck der Frauen. Doch eines Tages wird Juna auf eine Mission geschickt. Wie es das Abkommen besagt, bringt Juna ein mĂ€nnliches Neugeborenes zu einem Steinkreis, außerhalb der Grenzen von Glanmor. Hier soll Juna den kleinen Jungen liegen lassen, sodass der SĂ€ugling spĂ€ter von den MĂ€nnern in Obhut genommen werden kann. Juna bringt es nicht ĂŒbers Herz, das wehrlose Baby allein den Gefahren der Natur auszusetzen und beschließt, in einem Versteck auf die Ankunft der MĂ€nner, die sich dem Kind annehmen sollen, zu warten. Als nur wenige Stunden spĂ€ter tatsĂ€chlich zwei in MĂ€ntel gehĂŒllte MĂ€nner auftauchen, traut Juna ihren Augen nicht. An diesem Tag sieht sie ihn zum ersten Mal. David, der so gar nichts Teuflisches an sich hat und in den sich Juna verbotenerweise verliebt.

Meine Meinung: Schon der Klappentext des Buches lĂ€sst auf eine außergewöhnliche Geschichte hoffen. MĂ€nner und Frauen, die zu Feinden werden. Die Zivilisation, wie wir sie kennen, liegt in Grund und Asche. Doch was Thomas Thiemeyer in diesem Buch dann tatsĂ€chlich erschaffen hat, hat mein Vorstellungsvermögen und meine Erwartungen noch weit ĂŒbertroffen. Die Version vom Ende der uns bekannten Zivilisation, die der Autor in ‘Das verbotene Eden’ liefert, ist nicht nur wunderbar umgesetzt worden, sondern gleichzeitig auch sehr angsteinflĂ¶ĂŸend. Die LebensumstĂ€nde, in die Thomas Thiemeyer die Figuren in seinem Buch versetzt hat, erinnern an das Mittelalter, sowohl vom Lebensstil, als auch von den Ansichten der Bevölkerung. Einen Alltag ohne Strom und fließendes Wasser, eine Bildung, die das Schreiben und Lesen nicht lehrt, ein Leben im Einklang mit der Natur, all das ist heutzutage wohl kaum vorstellbar. Doch Thomas Thiemeyer hat es geschafft, mich durch seinen Schreibstil, der wohl durchdachten Handlung und der AtmosphĂ€re in eine mittelalterlich angehauchte Welt zu entfĂŒhren. Die Handlung ist so detailliert und anregend formuliert, dass ich mehrere Male das GefĂŒhl hatte, direkt an der Seite von Juna zu kĂ€mpfen, genau wie sie mit Pfeil und Bogen ausgestattet auf einem Pferd zu sitzen oder mit David zusammen in seinem Lieblingsbuch ‘Romeo und Julia’ zu lesen. Diese Emotionen bei mir hervorzurufen schaffen nur wenige Autoren/Autorinnen.

So erschreckend wie diese dystopische Welt auch ist, die Beziehung zwischen Juna und David, die leider erst ab der Mitte des Buches wirklich von Bedeutung ist, bietet Momente zum Aufatmen, zum SchwĂ€rmen und zum TrĂ€umen. Dabei könnten Juna und David gar nicht unterschiedlicher sein, oder vielleicht ist gerade das der entscheidende Punkt, warum die Liebe zwischen den Beiden so ans Herz geht. Wo oftmals der mĂ€nnliche Part die starke, durchsetzungsfĂ€hige und selbstbewusste Figur innerhalb einer Liebegeschichte ist, so ist in ‘Das verbotene Eden’ Juna die KĂ€mpfernatur. GeprĂ€gt durch ihr Leben als pragmatische Kriegerin lĂ€sst sie den Leser erst durch die Begegnung mit David an ihrer GefĂŒhlswelt teilhaben, die plötzlich gar nicht mehr so rational ist. David ist von Beginn an ein schlichtweg liebenswerte Figur, der den Leser ununterbrochen in die Tiefen seines Herzen blicken lĂ€sst. Die Liebesgeschichte von Juna und David ist ohne Frage romantisch und Ă€ußerst gefĂŒhlvoll, doch steht sie nicht wĂ€hrend des gesamten Buches im Mittelpunkt. Keineswegs ĂŒbereilt und gerade deswegen sehr realistisch findet die AnnĂ€herung zwischen Juna und David statt, sodass StĂŒck fĂŒr StĂŒck herzerwĂ€rmende Momente auf den Leser warten.

Obwohl das Ende von ‘Das verbotene Eden’ in sich abgeschlossen ist, wĂŒrde ich persönlich mich sehr ĂŒber weiteren Lesestoff freuen. Doch ob oder wann dieser auf dem Buchmarkt erscheint, steht leider noch nicht fest. Der Autor selbst Ă€ußert in einem Interview, dass er selbst sich eine Trilogie vorstellt, wobei jedes Buch der Reihe aus einer anderen Sicht erzĂ€hlt werden soll.

Fazit: Die dystopische, erschreckende AtmosphĂ€re und die zarte Liebesgeschichte machen ‘Das verbotene Eden’ zu einem Lesegenuss.

www.lenabosblog.de


Inhalt:

Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den dunklen Jahren leben MÀnner und Frauen in erbitterten Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: WÀhrend die MÀnner in den Ruinen der alten StÀdte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.

Nichts scheint undenkbarer und gefĂ€hrlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jĂ€hrigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer 


Meine Meinung:

Ich war am Anfang schon sehr angetan von der Geschichte.
Die Idee von einer verbotenen Liebe wie die von Romeo und Julia in einer neuen Fassade und Zukunft. Mit ein paar anderen Kriterien, sowie Gesellschaft und die LebensumstÀnde.

Der Autor hat somit etwas neues Erschaffen, was es noch nie gab. Ich finde es immer wieder spannend und interessant, wie andere (in diesem Fall Thomas Thiemeyer) die Zukunft sehen.
Sein Schreibstil war am Anfang gewöhnungsbedĂŒrftig, aber nach einer Zeit konnte man es flĂŒssig und schnell lesen, was zum Teil auch daran lag, dass es so spannend war.
Seine Wortwahl war gut, jedoch waren die Fremdwörter fĂŒr mich ein Dorn im Auge. Sie wurden nicht nĂ€her erlĂ€utert, sodass ich beim Lesen des Buches meistens ein Wörterbuch neben mir liegen hatte.
Die Geschichte wurde nie langweilig und die Spannung hielt bis zum Ende an.

Die Protagonisten haben mir gleich am Anfang an sehr gefallen. Sie waren sympathisch und hatten etwas an sich, was realistisch vorkam. Beide waren anders als ihre Artgenossen der jeweiligen Seite. Juna war eine taffe, mutige und junge Kriegerin, die sich nichts auf sich sitzen lÀsst und schon gar nicht von den MÀnnern. David hingegen war sensibel, nett und nicht so höhnisch und frauenfeindlich wie andere MÀnner. Was mich sehr beeindruckt hatte, war das er Liebesgeschichten las und das Buch um die Geschichte von Romeo und Julia auswendig konnte, was daran lag, dass er in der Bibliothek arbeitete. Man merkt, dass die Klischees um MÀnner und Frauen nicht da sind was die Protagonisten anbelangt.

Wie man an meiner Rezension lesen kann, finde ich das Buch wirklich klasse und habe somit keine weiteren negativen Aspekte dazulegen und freue mich auf die weiteren BĂ€nde.

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Fazit:

Ich wĂŒrde euch allen gerne das Buch nahelegen. Denn ich kann euch versprechen, dass es euch gefallen wird.

Autor:

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunĂ€chst als Illustrator. Nach fĂŒnf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern – zuletzt „Korona“ –, entdeckte er mit den „Chroniken der Weltensucher“ höchst erfolgreich das Jugendbuch fĂŒr sich. Mit „Das verbotene Eden – David und Juna“ beginnt ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Mehr Informationen zum Autor unter www.thiemeyer.de


Rezension: „Das verbotene Eden“ von Thomas Thiemeyer

Handlung:
Ein mutierter Virus ist schuld daran, dass sich die Menschheit verĂ€ndert hat. MĂ€nner und Frauen leben getrennt voneinander. Zwar gibt es Regelungen, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, doch die Zukunft der Menschen ist angesichts der Feindseligkeit zwischen den Geschlechtern und RegelĂŒberschreitungen bedroht.

Die zwei Hauptcharaktere entstammen mit David und Juna aus beiden Lagern – dem der MĂ€nner und dem der Frauen. Da sowohl die MĂ€nner, als auch die Frauen unterschiedliche Lebensweisen angenommen haben, sind David und Juna durch diese geprĂ€gt worden. Dennoch entwickelt sich zwischen den beiden etwas Unerwartetes – Liebe. Kann eben jene Liebe stark genug sein, um dieser dystopischen Handlung eine Wendung zu geben?

Stil:
Thomas Thiemeyer gelingt es mit seinem Buch „Das verbotene Eden“ auf spannende Weise die Geschichte zweier junger Menschen zu erzĂ€hlen, die zueinander finden, obwohl alles, was sie kennen, dagegenspricht.

Er nutzt Shakespeare-Zitate, die er strategisch gut platziert, und die die Handlung raffiniert unterstreichen.

Das Charakterdesign ist vielseitig und es gelingt Thiemeyer, gerade den Hauptcharakteren im Laufe der Handlung Tiefe zu verleihen und zu vermitteln, dass sie sich weiterentwickeln.
Durch die detailreiche Darstellungsweise vermag es Thiemeyer des Weiteren, eindrucksvolle AtmosphÀren und Settings zu schaffen.

Cover, Gestaltung, Aufmachung:
Mir liegt das Buch noch in der Erstausgabe vor – bereits im August 2011 wurde damit begonnen, die zweite Auflage zu drucken.

Bei meiner Version des Buches handelt es sich um ein Hardcover mit Schutzumschlag. Das Buch umfasst 464 Seiten. Das Hardcover des Buches ist in orange gehalten, der Schutzumschlag wird hauptsĂ€chlich von GrĂŒn dominiert. Auf dem Cover befinden sich zwei Jugendliche: ein Junge und ein MĂ€dchen. Diese treffen die Hauptcharaktere David und Juna meiner Meinung nach recht gut.

Eine Leseempfehlung fĂŒr das Buch liegt bei einem Alter ab 14 Jahren.

Im Übrigen liegt „Das verbotene Eden“ auch als Hörbuch vor.

Der Autor:
Thomas Thiemeyer ist Bestsellerautor und wurde 1963 in Köln geboren.

Nach seinem Studium der Geologie und Kunst, war er zunÀchst beim Ravensburger Buchverlag im Bereich der grafischen Beratung und des Layouts tÀtig. Auch dem Schaffen von Illustrationen ging er bereits nach, bevor er sich dem Schreiben zuwandte.

Sein DebĂŒtroman nennt sich „Medusa“ und erschien 2004. Sein erster Jugendroman lautet „Die Stadt der Regenfresser“.

Thomas Thiemeyers Buch „Das verbotene Eden“ erhielt 2011 den 6. Platz in der Kategorie „Bestes Kinder-Jugendbuch“ des Lovelybook-Leserpreises.

Persönliche Wertung:
Ich mag die Idee, dass MĂ€nner und Frauen in dieser Handlung verfeindet sind. Dies stellt in meinen Augen eine interessante Perspektive dar. Zwar lĂ€sst sich aus den eingestreuten Shakespeare-Zitaten bereits entnehmen, dass eine Liebesgeschichte, die in einem nicht gerade die-Liebe-begĂŒnstigenden Umfeld stattfindet, nichts Neues ist, doch ich finde die Darstellung dieses Aspektes bei „Das verbotene Eden“ gut umgesetzt und auch spannend dargestellt.

Etwas weniger schön empfand ich, dass das Buch gegen Ende fĂŒr meinen Geschmack zu schnell in der Handlung voranschritt. Diese blieb zwar spannend, aber gewisse Wendungen in der Handlung hĂ€tten doch noch mehr beleuchtet werden können, um nachvollziehbarer und nicht zu plötzlich zu erscheinen.

Positiv empfand ich jedoch, dass die Charaktere von David und Juna mit fortschreitender Handlung an StÀrke zunahmen und gefestigt wurden.
Weiterhin möchte ich als positiv benennen, dass ich das Charakterdesign im Allgemeinen als abwechslungsreich und ansprechend erachte.

Von mir bekommt dieses Buch 4 von 5 möglichen Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung.


Das verbotene Eden David und Juna von Thomas Thiemeyer umfasst 464 Seiten. Es ist ein sehr spannendes Buch in dem sowohl eine Liebesgeschichte, als auch ein wenig Abenteuer mitspielt. GrĂ¶ĂŸtenteils ist es zwar eine Liebesgeschichte, aber auch empfehlenswert fĂŒr Leute die das normalerweise nicht so gerne lesen, weil auch KĂ€mpfe und wie schon erwĂ€hnt Abenteuer, auch eine Rolle spielt. Wer das Buch lesen möchte, sollte sich viel Zeit dafĂŒr nehmen, weil es schwer ist wieder auf zu hören. Aber auch wenn man nicht so viel Zeit hat, ist das nicht schlimm, weil es meistens nicht allzu lange Kapitel sind. Insgesamt gibt es 55Kapitel und das Buch selber ist in drei Teile geteilt. Der Titel und das Cover, auf dem David und Juna abgebildet sind, ist gut gewĂ€hlt, weil es sehr zum Inhalt des Buches passt. In dem Buch wird immer ein wenig ĂŒber Juna erzĂ€hlt und dann wieder von David, wodurch man ĂŒber beide Personen viel erfahren kann.
In dem Buch geht es um die Briganntin Juna, die Tochter der Hohen Priesterin, die die Dörfer der Frauen mit Hilfe weiterer Briganntinnen verteidigt, als die MĂ€nner sich mehr Ernte holen als abgemacht, und dadurch plĂŒndern. Als es zwischen Juna und dem AnfĂŒhrer der heiligen Lanze zum Kampf kommt, erzĂ€hlen beide bei sich zuhause etwas anderes. Die MĂ€nner werden sauer und planen einen Krieg gegen die Frauen, wĂ€hrend die Frauen probieren dies zu verhindern, indem sie die Raffinerie abfackeln möchten. WĂ€hrenddessen die Geschehen ihren Lauf nehmen, bekommt David davon nicht viel mit. Er ist Mönch in einem Kloster und versorgt BĂŒcher, wĂ€hrend sein Freund Amos, der AnfĂŒhrer der heiligen Lanze ist. Aber David hĂ€lt davon nichts. Als er mit seinem Meister spricht erfĂ€hrt er, dass Frauen und MĂ€nner wegen einem Virus getrennt leben und dieser bei manchen aufgehört hat zu wirken. Könnte das der Grund dafĂŒr sein das sein Lieblingsbuch Romeo&Julia ist? Amos schlĂ€gt ihn beim Inquisitor vor und bald muss er in die Raffinerie um dort zu arbeiten. Doch er lernt Sven kennen und hilft ihm dort lieber an Flugmaschinen zu bauen. Doch so weit kommt es gar nicht. Die beiden werden gefoltert um Informationen ĂŒber die Raffinerie freizugeben. Aber David kennt sie nicht und Sven ist Stur. Bei Junas Wache kommen sich David und sie nĂ€her und er liest ihr aus Romeo und Julia vor. Als es David ganz schlecht geht befreit sie ihn und er bringt ihr in einer Höhle lesen und schreiben bei. Juna erfĂ€hrt das auch ihre Mutter schon lange mit ihrem Vater zusammen ist. Dieser war der beste Freund des Inquisitors, der ihn tot glaubt und deshalb Hass auf die Frauen hat. Als es David besser geht, will er mit Juna die Flugmaschine holen und damit die Zuflucht suchen. Ein Ort an dem Frauen und MĂ€nner zusammen leben. Außerdem wollen sie die Raffinerie zerstören, was die Frauen zur gleichen Zeit probieren. Werden die Frauen das schaffen? Kommen David und Juna zur Flugmaschine? Werden die MĂ€nner und Frauen weiterhin getrennt leben und probieren sich zu bekĂ€mpfen? Oder lĂ€sst der Virus endgĂŒltig nach?

Ein sehr gutes Buch was ich auf jedem Fall weiter empfehle. Allerdings finde ich es schade das das Ende nur fast ein Ende ist, weil man ein paar Sachen nicht erfÀhrt und dadurch nach dem lesen immer noch ein paar Fragen hat. Aber das sollte einen nicht vom Lesen abhalten. Den trotz halb offenem Ende, ist es ein sehr schönes Buch.


In dem Buch 'Das verbotene Eden - David und Juna' von Thomas Thiemeyer geht es um die Briganntin Juna und den Klosterbruder David. In der Welt in der Juna und David leben, leben MĂ€nner und Frauen voneinander getrennt, da sie verfeindet sind. Als David von seinem Kloster in die Raffinerie versetzt wird, wird er und sein Meister von den Briganntinnen entfĂŒhrt. Schließlich, nachdem David von einigen anderen Briganntinnen gefoltert wurde, entschließt sich Juna ihn zu befreien und rettet ihm dadurch das Leben, sie versteckt ihm im Wald und die 2 verlieben sich ineinander. Obwohl niemand gesehen hat, dass sie David befreit hat wird sie beschuldigt und bekommt Hausarrest, ihre Mutter, die Hohepriesterin Arkana, holt sie schließlich zu sich in den Palast. Dort lernt sie ihren Vater kennen, er ist das grĂ¶ĂŸte Geheimnis ihrer Mutter und hat sich freiwillig dazu entschlossen so zu leben. Juna erzĂ€hlt ihren Eltern von David und ihre Mutter erzĂ€hlt ihr ĂŒber einen Ort namens 'Zuflucht', wo MĂ€nner und Frauen wie in jetziger Zeit zusammen leben. Doch bevor sie mit David dahin aufbrechen kann, will er noch einmal zurĂŒck zu seinem Kloster und dort dem Abt Bescheid geben, dass er noch lebt. Doch noch jemand erfĂ€hrt, dass David das Kloster aufgesucht hat, Ahmon, die sozusagen rechte Hand von Marcus Capistranus, dem FĂŒhrer der 'Heiligen Lanze'. David versteckt sich in der Zwischenzeit in einer HĂŒtte, die ihm der Abt zur VerfĂŒgung gestellt hat. Als Juna dort auftaucht schmieden sie gemeinsam einen Plan wie, sie zur Zuflucht kommen können; und ihr Weg dorthin ist nicht so einfach wie gedacht, aber dass solltet ihr selbst heraus finden.

Ich finde dieses Buch einfach unglaublich! Es ist ein wunderbares und total spannendes Buch, dass ich jedem ab ca. 13 Jahren empfehlen wĂŒrde, der gern Liebesgeschichten und/ oder Zukunftsgeschichten liest. Der Autor hat einen schönen und flĂŒssigen Schreibstil und man findet sich recht schnell in die Geschichte hinein. Also an alle lest dieses Buch, es ist erstklassig; ein richtig guter Schmöker!! ;D


„Das verbotene Eden“ bietet eine fasziniere Idee und fĂŒhrt uns in eine völlig andere Welt.

Zum Inhalt:
Durch sprunghafte Mutationen an Grippeviren entwickeln Frauen und MĂ€nner eine Abneigung gegenĂŒber dem anderen Geschlecht. Seit dem Beginn dieser Zeit leben die MĂ€nner in den alten Ruinen der StĂ€dte und die Frauen leben in den WĂ€ldern. Die 17-jĂ€hrige KĂ€mpferin Juna und der Mönch David begegnen sich in dieser unvorstellbaren Welt und verlieben sich ineinander. Ist eine normale Beziehung ĂŒberhaupt noch möglich und können die beiden einen bevorstehenden Krieg aufhalten?

Meine Meinung:
Vor allen Dingen die Idee der Geschichte hat mich total fasziniert. Thomas Thiemeyer liefert hier eine ganz außergewöhnliche Vorstellung der Zukunft. Etwas noch nie dagewesenes, nĂ€mlich einen Hass zwischen MĂ€nner und Frauen, in einer fast mittelalterlichen Welt im Jahre 2080. Hier liegt definitiv kein 0815 Roman vor, sondern das genaue Gegenteil.
Ich konnte durch den einfach und schön lesbaren Schreibstil das Buch schnell verschlingen und bin nicht enttĂ€uscht wurden. Gerade am Anfang wird man sehr gut in die Geschichte eingefĂŒhrt und lernt wie die Menschen jetzt leben und wo die Probleme liegen. Abwechselnd erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Juna und David. Die typische Rollenverteilung wurde auch getĂ€uscht und somit ist Juna, die starke, mutige KĂ€mpferin und David, ein ruhiger, belesener Mönch. Die Charaktere wurden sehr gut herausgearbeitet, man versteht wie sie denken und fĂŒhlen. Beide Protagonisten sind mir sympathisch, wobei David ĂŒberhaupt nicht meinem MĂ€nnertyp entspricht und mir einfach zu wenig „richtiger“ Kerl war, aber seine Eigenschaften machen ihn einfach zu dem, der er ist und sein soll. Manchmal ist mir David auch ein bisschen zu naiv vorgekommen.
Die aufkommenden GefĂŒhle der beiden und ihre Liebesbeziehung gingen mir einfach zu schnell. Vor allen Dingen unter dem Aspekt gesehen, dass MĂ€nner und Frauen sich sonst hassen. Auch dauerte es ziemlich lange bis die beiden sich endlich richtig kennenlernen und im Gegensatz dazu war die AnnĂ€herung einfach zu schnell. Meine Vermutung nach der Leseprobe, dass mittlerweile die Abneigung nicht mehr bei jedem vorhanden ist und bei manchen nur im Kopf noch existiert wurde bestĂ€tigt. Nur, wie viele sind es? Einige wenige oder schon mehr Menschen, als man denkt?
Gut beleuchtet finde ich auch die vielen Nebenprobleme die sich aus der Spaltung der Geschlechter ergeben hat. Mit der wichtigsten Frage: Wie wird der Fortbestand der Menschheit gesichert?
Die Geschichte spielt in der Zukunft und doch gibt es kaum Technologien mehr. Heutzutage helfen uns die vielen, kleinen GerĂ€te in so vielen Situationen, aber ich denke es geht auch ohne manchen Schnickschnack. Viele Technologien ĂŒbernehmen fĂŒr uns das Denken und manchmal finde ich es regelrecht schade, dass wir nicht mehr selbst gefordert werden. Außerdem besteht bei Medikamenten - von denen es unzĂ€hlige auf dem Markt gibt - immer die Gefahr von Nebenwirkungen. Manche erkennt man vielleicht erst Jahrzehnte spĂ€ter und wir wissen gar nicht, was wir mit den kleinen Pillen uns Kindern, Enkeln etc. antun.

Entgegen einigen negativen Meinungen finde ich das Cover wunderschön. Das GrĂŒn fĂ€llt einem sofort ins Auge und wirkt frisch, wild und aufregend. Die beiden abgebildeten Personen entsprechen exakt den Protagonisten und das finde ich sehr ansprechend.

Fazit:
Das Buch war interessant, spannend und regt zum Nachdenken an. Kleine SchwÀchen störten mich zwar leicht, aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch. Baldige Leser sollten vielleicht beachten, dass der Schwerpunkt leider nicht auf der Liebesgeschichte liegt.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fortsetzung und bin gespannt wie es weiter geht.

Vielen Dank fĂŒr die Bereitstellung eines Exemplars! Ich habe mich riesig gefreut, dass Buch lesen und rezensieren zu dĂŒrfen!


Das verbotene Eden. David und Juna
von Thomas Thiemeyer

MĂ€nner und Frauen
Feuer und Wasser.
David und Juna.

Zum Inhalt des Buches:

Das verbotene Eden spielt in der Zukunft.
In einer Zukunft in der MĂ€nner und Frauen getrennt leben.
Durch einen Impfstoff dessen Nebenwirkungen außer Kontrolle gerieten
-die bei der Menschheit einen Hass auf das andere Geschlecht bewirken-
brach ein erbitterter Kampf zwischen den Geschlechtern aus:
Plötzlich war alles was am anderen Geschlecht reizvoll und begehrenswert erscheint ins Gegenteil verkehrt.
Es regiert das nackte Chaos.
Ein Keil war in die menschliche Existenz getrieben: zwischen Mann und Frau.
Die Zivilisation die wir kennen (mit ElektrizitÀt, Infrastruktur, Versorgung,...)ist ausgelöscht worden wÀhrend des Krieges in den dunklen Jahren.
Nun sind noch ein Zehntel der Menschheit ĂŒbig, die nun ums nackte Überleben kĂ€mpfen mĂŒssen:
Wahrend die MÀnner in den Ruinen der alten StÀdte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.

Doch langsam lÀsst die Nebenwirkung des Impfstoffes nach.
Aber viel zu lange schon lebten MĂ€nner und Frauen getrennt, der gegenseitige Hass ist mittlerweile in vielen tief verwurzelt und es gibt kaum noch "Zeitzeugen" aus einer Zeit in der die Menschheit noch nicht gespalten war:

>> " Wir haben uns schon so sehr mit der Situation abgefunden, dass wir gar nicht mehr darĂŒber nachdenken, wie es frĂŒher war, als MĂ€nner und Frauen noch zusammengelebt haben."<<
>> Was fĂŒr eine absurde Vorstellung! MĂ€nner und Frauen. Das wĂ€re wie Öl und
Wasser. Schlimmer noch, wie Feuer und Benzin.
Leicht entzĂŒndlich und hoch brennbar.
Allein der Gedanke daran war völlig abwegig.<<

Immer hĂ€ufiger ĂŒberfallen die MĂ€nner, bzw. die Teufel, brutal die Frauen, töten und brennen alles nieder. Die Menschheit scheint zu Grunde zu gehen, auch weil es immer weniger Nachkommen gibt...

Einer derjenigen die zu zweifeln beginnen, ist der Mönch David.
Er arbeitet in der Bibliothek seines Klosters und ist somit nicht nur einer von wenigen die Lesen und Schreiben können, sondern hat auch Zugriff auf streng verbotene BĂŒcher aus der Zeit vor den dunklen Jahren. Eins der BĂŒcher hat ihn regelrecht gefesselt und macht er sich spĂ€ter sozusagen zu seiner "Bibel": Shakespeares "Romeo und Julia".
Immer öfter bezweifelt er, dass die Frauen, bzw. Hexen, tatsÀchlich durch und durch schlecht sind.

Als David in Gefangenschaft der Frauen gerÀt lernt die Brigantin Juna David kennen.
Sie ist von ihm und seiner "Bibel" fasziniert und als Davids Leben durch den starken Hass mancher Frauen, auf ihn als ein Vertreter der Teufel, gefĂ€hrdet ist, beschließt sie kurzer Hand, ihn zu befreien und zu verstecken.
In ihrem Versteck lernen sie sich kennen und lieben.
Doch wie sollen sie zusammenleben in einer Welt in der sie sich hassen sollten und eher gegenseitig umbringen als miteinander zu leben?
Gibt es eine Welt in der MĂ€nner und Frauen zusammen leben? Ist das ĂŒberhaupt möglich?

Lest das Buch und finder selbst heraus wie es David und Juna ergeht.

Meine Meinung:
Ab der ersten Seite des Buches war ich fasziniert und in die Welt von David und Juna eingetaucht.
Man kann das Buch nicht mehr aus den HĂ€nden legen, weil es die ganze Zeit ĂŒber spannend bleibt und man so mitgerissen wird, dass man einfach weiter lesen muss,
um zu erfahren was mit David und Juna geschieht.
Jedes Mal, wenn wieder die Wahrheit verdreht wird, ein weiteres Vorurteil aufkommt, stöhnt man innerlich auf und fragt sich wie es so weit kommen konnte und vor allem wie die Menschheit wieder zusammen gefĂŒhrt werden kann.
Man fiebert mit den Charakteren im Buch richtig mit und hofft instĂ€ndig, dass sie sehen könnten wie falsch die Ansichten ĂŒber das andere Geschlecht und die LĂŒgen des Inquisitors ( Staatoberhaupt der Teufel), sind.
Ich kann allen empfehlen dieses Buch zu lesen und selber warte ich schon gespannt auf die Fortsetztung der Dystopie: Das verbotene Eden. David und Juna von Thomas Thiemeyer