style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Wertvoll .. ?

Bild von sonnenblume

Das hab ich grad mal einfach so dahin geschrieben, um mich ein bisschen abzulenken. Hoffe man merkt es dem Text nicht an ;)
Haha, ich habs grad nochmal gelesen, man merkt es dem Text an xD Sry für die wiederholungen, war zu spät abends um noch klar zu denken :P

Gehe den gewohnten Weg, der mich einen kurzen steinigen Weg entlang führt. Stehe vor ihm. Ich krame in der Tasche. Mist!
Hatte ich ihn nicht eingesteckt? Gehe zurück, spüre die kalte glatte Oberfläche der feuchten Steine unter meinen noch nackten Füßen. Ich stehe an der Tür. Eine leichte kühle Briese streicht meine Haut wie eine Feder und lässt mich erschaudern. Was ist dieses kleine, kalte Ding, das ich so fest in meiner Hand eingeschlossen halte? Verwundert gehe ich zurück. Die Hoffnung steigt, Aufregung und Erwartung steigt in meinen Adern auf.
An meinem Ziel angekommen begutachte ich den zierlichen silbernen Gegenstand in meiner Hand, während ich ihn verträumt zwischen den Fingern umher gleiten lasse. In gespannter Erwartung hebe ich langsam die Hand, bewege das wertvolle Teil im Schloss, bis sich die Klappe öffnet.
Ein leises Geräusch lässt mein Herz einen Moment aussetzen.
Es ist etwas darin. Ich nehme das flache, feste Objekt aus dem Kasten. Eine Sekunde schließe ich die Augen, genieße den Moment, in dem ich das Gefühl habe, etwas Wertvolles in den Händen zu halten.
Ich wage es, die Augen zu öffnen, schaue es an. Relativ klein ist es. Sehr bunt. Lädt zum Träumen ein.
Nur noch wenige Meter, dann bin ich ungestört, kann es genau ansehen. Von der Vorfreude angetrieben bewegen sich meine Füße wieder wie von selbst über die leicht rutschigen Steine, bis sie mich ins warme wohlige Innere des Hauses getragen haben.
Ich finde mich in einem gemütlichen Raum wieder und lasse mich auf dem nächst gelegenem kuscheligem Gegenstand nieder.

Endlich kann ich es in seiner vollen Pracht bewundern, kann es auf mich wirken lassen und mich an fremde Orte entführen lassen.
Immer wieder neue Orte, neue Träume, neue Erfahrungen, neue Erinnerungen daran.
Auf diesem ist blaues Wasser. Nein, nicht blau. Grün. Auch nicht grün. Man kann es nicht sagen, es ist so atemberaubend, dass man keine Worte dafür findet. Und weiße feine Steinchen, so winzig, dass sie eine Einheit bilden. Ein leuchtendes grün breitet sich über den Steinchen aus. Viel davon. Es würde Schatten spenden, von der karibischen Sonne. Dahinter werde ich von einem unglaublichen blau geblendet. Ein so sattes und leuchtendes blau, welches weder der Farbe des Wasser ähnelte, noch sonst etwas, was jemand von uns schon einmal zu Augen bekommen hatte.
Ewig konnte ich so dort sitzen, die Ruhe genießen, träumen und mir fremde Welten vorstellen, doch ich wurde von etwas unterbrochen. Meine Fingerkuppen ertasteten auf der Rückseite etwas. Kleine Rillen, die sich in feinen Bögen und Linien ausstreckten.
Ich wende den Gegenstand.

Lieblos sind Worte darauf zu einem Gruß geformt worden, die einer Beschreibung nicht einmal nahe kommen.

„Hey :)
Hier ist es toll. Wasser schön, Sonne warm und Strand unglaublich weit und mit weichen Sand. Ich hoffe, wenn ich zurückkomme, dass es genauso schön ist, was eigentlich unmöglich ist.
Sehen uns zu Hause.“

Erschüttert über die Ignoranz dieser Schönheit gegenüber werfe ich die Karte weg, in einen Karton, in dem bereits viele seiner Vorgänger ihre letzte Ruhe gefunden haben. Sie alle sind wertlos, wenn sie so falsch verwendet wurden.
Enttäuscht von der ausbeute verschwinde ich wieder in mein Zimmer, gebe mich einem weiteren trostlosen Tag hin und hoffe darauf, morgen mehr Glück zu haben.


0